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Renate Reich

Vocalist I Vocal Coach

“Outstanding feel, interesting arrangement, great vocal sound, and the music is enjoyable and creative.”  | Kari On Press, US

Musik kaufen

So Full Of Life
CD & DVD, ATS records 2018

Home
palmenreich productions, 2016

Devil May Care
CD Jive Music, 2012

Wheels Of Time
palmenreich productions, 2000

Tour Dates

20:00 Uhr

Renate Reich – vocals, Milos Todorovski – accordeon, Mike Scharf – guitar

New textures and structures –  jazzswinglatingroovemelodies and some true stories.

Die Jazzvokalistin und ihren beiden Musikerkollegen nehmen das Publikum mit auf eine klanglich spannende Reise. Mit aufregend schöner Musik und Texten, die sie aus der ganzen Welt zusammengetragen hat, spannt Renate Reich an diesem Abend einen weiten Bogen von Jazz über Pop bis hin zu ihrer frühesten Liebe: dem französischen Chanson. Und sie gibt Einblicke in ihr Leben als Künstlerin auf Reisen: ihre manchmal skurrilen Erlebnisse hat sie in spannende, witzige Geschichten verpackt, aus denen sie ein paar Ausschnitte präsentiert.

Reservierung

20:30

Jazz Jam Session

Opener Set: Renate Reich – vocals, Johannes Thoma – piano, Navid Djawadi – bass

20.00
“Ein guter Song kommt mit ganz wenig aus. Mit Gitarren und Stimmen beispielsweise. Der Rest ist frei erfunden.”
Renate Reich – vocals
Thomas Palme – guitar
Farid Al-Shami – cajon

Special guests:
Milos Todorovski – accordeon
Volker Wadauer – bass
Kayetana Wolf – vocals

Renate Reich, das ist Lebenslust pur, gepaart mit einer packenden Bühnenpräsenz und einer gekonnt geführten Stimme, reich an Nuancen, Gefühl und Ausdruck. Ihre Songs gehen ins Ohr und dürfen dort bleiben. Singer Songwriter meets Jazz and Blues. Fine Acoustic Music gets to its best!

https://www.youtube.com/watch?v=mslTPeGwB0c

Renate Reich zeigt sich stimmlich facettenreich von samtig bis rockig, Thomas Palme an der Gitarre überzeugt als geschmackvoller Begleiter und virtuoser Solist und Farid Al-Shami beweist eindrucksvoll, dass eine Cajon mehr ist als eine Holzkiste, zu der man Flamenco tanzen kann.

20:00

Renate Reich – vocals, Thomas Palme – guitar, Hannes Laszakovits – bass

Konzert & Vernissage

JazzStandards Swing & Latin, soulful and bluesy music.

Die vielseitige Künstlerin präsentiert in der Galerie ihre neuesten Werke.

Jazz Jam Session

Opener Set: Renate Reich – vocals, Thomas Palme – guitar, Markus Gaudriot – piano

Silvestergala

Renate Reich – vocals, Thomas Kramer – guitar, Nikola Stanosevic – piano, Stefan Pista Bartus,- bass, Harald Tanschek – drums

20:00

Renate Reich – vocals
Johannes Thoma – piano
Karl Sayer – bass
Michael Seyfried – drums

Enchanting Live Jazz – Songs, die auf wunderbare Art zu verführen vermögen

Renate Reich, das ist Lebenslust pur, gepaart mit packender Bühnenpräsenz und einer gekonnt geführten Stimme. Getragen von einer hochkarätigen Band, die ihr Können stets songdienlich präsentiert, scheint sie von einer Melodie zur anderen zu schweben.

Über Ihr aktuelles Album “So Full Of Life” (ATS records) schwärmt der Muskjournalist Michael Ternai: “Ein wirklich schönes Stück stilvoller musikalischer Unterhaltung. Sie weiß ihre ausdrucksstarke Stimme eindrucksvoll einzusetzen und versteht es, die Musik mit Gefühl aufzuladen und ihr etwas zutiefst Zauberhaftes zu verleihen”.

Die in Europa und USA ausgebildete Sängerin und Komponistin bewegt sich stilsicher zwischen Singer-Songwriter Tradition, Jazz und Popmusik.

“Kurz gesagt… Ihre Stimme hat eine Seele.” Jörg Konrad, Jazzpodium, D – review 2017

Bands

GROOVE CIRCLE

An acoustic music explosion

Renate Reich  vocals, Thomas Palme guitar,
Farid Al-Shami  cajon

RENATE REICH FIVETETT

Songs, that enchant in wondrous ways

Renate Reich vocals, Thomas Palme guitar, Martin Wöss piano, Stefan Pista Bartus bass, Harald Tanschek drums

“Ein guter Song kommt mit ganz wenig aus. Mit Gitarre und Stimmen beispielsweise. Der Rest ist frei erfunden”.

Singer-Songwriter trifft auf Rock, Pop, Blues & Soul.
Lebenslust pur, gepaart mit packender Bühnenpräsenz, heiße Stimmen, eine groovige Holzkiste und eine virtuose Gitarre. Kaum zu glauben dass hier nur ein Trio am Werken ist. Ihre Songs gehen ins Ohr und dürfen dort bleiben. 

“So Full of Life – Ein wirklich schönes Stück stilvoller musikalischer Unterhaltung.

Sie versteht es, die Musik mit Gefühl aufzuladen und ihr etwas zutiefst Zauberhaftes zu verleihen. Die in Europa und den USA ausgebildete Sängerin und Komponistin bewegt sich stilsicher zwischen Singer-Songwriter Tradition, Jazz und Popmusik.” | Michael Ternai, Mica

Press

“Ihre leicht angeraute sexy Stimme swingt höllisch gut.” | woolf, concerto, AT

“Brilliant performance, pure world-class entertainment. Definitely the best Jazz I’ve seen and heard in many years – A top act to follow! Her new CD Devil May Care is an absolute must-have.” | Michael L. Reiseneder, Paramount Pictures, US

“Ein verführerisch warmer Klang, der einfängt. Reichs drittes Album mit ausschließlich eigenen Kompositionen ist ganz bewusst im Spannungsfeld zwischen Pop, World und Jazz eingebettet und lädt zum Eintauchen in eine wundersame Klangwelt ein.” | Jazzahead Arttourist, DE

“Sie hat hörbar die Geschichte des weiblichen Jazzgesangs verinnerlicht und wirkt in den Interpretationen erfahren, abgeklärt, aber auch interessant gestaltend. Kurz, ihre Stimme hat eine Seele …“ | Jörg Konrad, Jazzpodium, D

“Ein wirklich schönes Stück stilvoller musikalischer Unterhaltung. “So Full Of Life“ ist ein Album geworden, das mit seinen schönen Klängen, zu fesseln vermag. Die Nummern des Renate Reich Fivetetts zünden von der ersten Sekunde an und fordern einfach zum Genießen auf. Ein Stück Musik, an dem mit Sicherheit nicht nur ausgewiesene Jazzliebhaber ihre Freude haben dürften.” | Michael Ternai – Mica, AT

Videos

Media

Renate Reich Fivetett
Renate Reich – vocals, Thomas Palme – guitar, Martin Wöss – piano, Stefan Pista Bartus – bass, Harald Tanschek – drums

Songs, die auf wunderbare Art zu verführen vermögen

Renate Reich, das ist Lebenslust pur, gepaart mit packender Bühnenpräsenz, und einer gekonnt geführten Stimme. Getragen von einer hochkarätigen Band scheint sie von einer Melodie zur anderen zu schweben. Über Ihr aktuelles Album So Full Of Life” schwärmt der Muskjournalist Michael Ternai: “Ein wirklich schönes Stück stilvoller musikalischer Unterhaltung. Die in den USA ausgebildete Sängerin und Komponistin bewegt sich stilsicher zwischen Singer-Songwriter Tradition, Jazz und Popmusik.

Renate Reich Fivetett
Renate Reich – vocals, Thomas Palme – guitar, Martin Wöss – piano, Stefan Pista Bartus – bass, Harald Tanschek – drums

Songs, die auf wunderbare Art zu verführen vermögen

Renate Reich, das ist Lebenslust pur, gepaart mit packender Bühnenpräsenz, und einer gekonnt geführten Stimme. Getragen von einer hochkarätigen Band, die ihr Können stets songdienlich präsentiert, scheint sie von einer Melodie zur anderen zu schweben. Über Ihr aktuelles Album So Full Of Life” schwärmt der Muskjournalist Michael Ternai: “Ein wirklich schönes Stück stilvoller musikalischer Unterhaltung. Sie weiß ihre ausdrucksstarke Stimme eindrucksvoll einzusetzen und versteht es, die Musik mit Gefühl aufzuladen und ihr etwas zutiefst Zauberhaftes zu verleihen.” Die in den USA ausgebildete Sängerin und Komponistin bewegt sich stilsicher zwischen Singer-Songwriter Tradition, Jazz und Popmusik.

“Sie hat hörbar die Geschichte des weiblichen Jazzgesangsverinnerlicht und wirkt in den Interpretationen erfahren, abgeklärt,aber auch interessant gestaltend. Kurz, ihre Stimme hat eine Seele.”  Jazzpodium, D

“Ein verführerisch warmer Klang, der einfängt. Reichs drittes Album mit ausschließlich eigenen Kompositionen ist ganz bewusst im Spannungsfeld zwischen Pop, World und Jazz eingebettet und lädt zum Eintauchen in eine wundersame Klangwelt ein.” | Jazzahead Arttourist, DE

“Sie hat hörbar die Geschichte des weiblichen Jazzgesangs verinnerlicht und wirkt in den Interpretationen erfahren, abgeklärt, aber auch interessant gestaltend. Kurz, ihre Stimme hat eine Seele …“ | Jörg Konrad, Jazzpodium, D

“Ein wirklich schönes Stück stilvoller musikalischer Unterhaltung. “So Full Of Life“ ist ein Album geworden, das mit seinen schönen Klängen, zu fesseln vermag. Die Nummern des Renate Reich Fivetetts zünden von der ersten Sekunde an und fordern einfach zum Genießen auf. Ein Stück Musik, an dem mit Sicherheit nicht nur ausgewiesene Jazzliebhaber ihre Freude haben dürften.” | Michael Ternai – Mica, AT

Biography

Privat
Renate Reich, geboren in Kabul, Afghanistan, lebt und arbeitet in Wien. Sie ist mit ihrem langjährigen musikalischen Wegbegleiter, dem Gitarristen Thomas Palme verheiratet und hat eine Tochter. Sie hat in den USA und in EU Klassischen Gesang, Jazzgesang, IGP-Gesangspädagogik und die Speech Level Singing (SLS) Methode studiert und ist als Sängerin auf der Bühne ( >>>link zu Bandprojekte), im Studio und als professional Vocal Coach in ihrem Studio “Der Stimmraum” tätig. www.derstimmraum.at

Neben der Musik, der ihre Hauptliebe gilt, liebt Renate es, allein in der Weltgeschichte herum zu reisen und auf ihrem Reiseblog unterhaltsame Geschichten zu veröffentlichen. <<www.renatereich.at/reiseblog/

Wenn sie zu Hause ist, greift sie in letzter Zeit immer öfter zu Farbe und Pinsel und malt “Häuserwelten”. Sie hat Kunstkurse besucht und ihre Werke waren bereits in mehreren Ausstellungen zu sehen, unser anderem in den Wiener Ringstrassen-Galerien. <<www.renatereich.at/artwork/

Bio

Bühne
Renate Reich stand mit zahlreichen Größen der Musikszene auf der Bühne (Christian Kolonovits’ VSOP, den Jazzlegenden Richard Österreicher und Hans Salomon, Main Street, Willy Astor, Gunkl,… ), tourte mit verschiedenen Formationen durch Europa und gab Gastspiele in den USA. Sie war jahrelang federführendes Mitglied der a cappella Gruppe “Die Echten” und ist als Jazz- und Pop-Sängerin von “Rich & Famous” bei vielen Events wie z.B. bei der Silvestergala im Hotel Imperial, Wien zu hören.

Auftritte führten sie mehrmals ins Wiener Porgy & Bess, ins ORF Radio Kulturhaus, nach Deutschland, Italien, Frankreich, Spanien, Kroatien, Südafrika und La Reunion. Sie sang in Los Angeles, San Diego und in New York, wo sie im Oktober 2019 mit dem Bassisten George Farmer Aufnahmen für ihr neues Album (“She’s All About The Bass”) machte.

Studio
Renate Reich hat als Sängerin an mehreren Alben mitgewirkt und bisher fünf Soloalben veröffentlicht. Mit dem Gitarristen Thomas Palme produzierte sie als “Palmina Waters” 2000 ihr erstes Album mit eigenen Kompositionen, darauf folgten drei weitere, die im Bereich Jazz und Singer-Songwriter angesiedelt sind. Sie wurden mit dem “Renate Reich Fivetett” eingespielt, mit dem sie auch auf internationalen Jazzbühnen konzertiert.

2000 “Wheels Of Time”  Palmina Waters (palmenreich productions)
2008 “Luftschifferlhupfer” Renate Reich &  Thomas Kramer (palmenreich productions)
2012 “Devil May Care” Renate Reich Fivetett (Jive Music)
2016 “Home” Renate Reich Fivetett (palmenreich productions)
2018 “So Full Of Life” Renate Reich Fivetett (ATS records- CD & DVD)

Vocal Coaching

Vocal Coaching und Gesangsunterricht

In meinem Unterricht verknüpfe ich technische Aspekte des Singens mit musikalischen. Ich versuche, Dich dort abzuholen, wo du gerade stehst und Dich bei Deiner persönlichen Entwicklung ein Stück lang zu begleiten und Dir zu helfen, dein Stimmpotenzial optimal zu nutzen. Ich arbeite sowohl mit Profis als auch mit Hobbysängern oder Anfängern. Ich bin erfahrene Sängerin im Bereich Jazz, Pop, Rock, Blues, Soul, Chanson und gebe meine Erfahrungen gerne weiter. Neu: Online Stunden << link zu Booking [/av_textblock] [/av_one_third][av_one_third min_height='' vertical_alignment='' space='' custom_margin='' margin='0px' row_boxshadow='' row_boxshadow_color='' row_boxshadow_width='10' link='' linktarget='' link_hover='' title_attr='' alt_attr='' padding='0px' highlight='' highlight_size='' border='' border_color='' radius='0px' column_boxshadow='' column_boxshadow_color='' column_boxshadow_width='10' background='bg_color' background_color='' background_gradient_color1='' background_gradient_color2='' background_gradient_direction='vertical' src='' background_position='top left' background_repeat='no-repeat' animation='' mobile_breaking='' mobile_display='' av_uid='av-euq96-5'] [av_textblock size='18' av-medium-font-size='' av-small-font-size='' av-mini-font-size='' font_color='custom' color='#0a0a0a' id='' custom_class='' av_uid='av-k117ma5g-4' admin_preview_bg='']

Speech Level Singing (SLS) und
Mix-Technik (IVTOM)

In den USA von Seth Rigg entwickelt, ist SLS eine funktionale Methode der Stimmbildung, die nach der italienischen Belcanto Gesangstechnik in Verbindung mit Erkenntnissen der Stimmtherapie und Medizin entwickelt wurde. Sie hilft auch denen, die durch schlechten Unterricht oder falsche Praxis Stimmprobleme oder einen Stimmschaden erlitten haben. Mix-Technik ist eine Weiterentwicklung dieser Methode. Weitere Informationen über meine Gesangstechnik und einen Event-Rückblick gibt es auf derstimmraum.at

Ausbildung und
Werdegang

Ich habe die SLS und die Mix Methode in den USA und in Europa studiert und bin Österreichs erfahrenste und am höchsten zertifizierte SLS-Lehrerin und acreddited member of IVTOM. In Wien habe ich die Studien Jazzgesang und Instrumental-Gesangs-Pädagogik (IGP) mit Auszeichnung abgeschlossen und habe mich an zahlreichen Institutionen weitergebildet (Berklee College Of Music, Hochschule für Musik, Graz, Schule des Sprechens, ATT Atem-Tonus-Ton, Schauspiel und Pantomime).

Bookings

Live Musik

Unterrichtsstunde

Buche eine Stunde in meinem Vocal Studio “Der Stimmraum”. Derzeit ist Unterricht nur online – auf Skype oder Zoom möglich.

Schicke mir eine kurze Beschreibung, woran du arbeiten möchtest und was Dich besonders interessiert (z.B. Stimmtechnische Aspekte und Probleme, Repertoire aufbauen, bestimmte Musikstile bzw. Songs erlernen, Chorgesang, Komposition & Songwriting …). Im Online Unterricht arbeiten wir mit Playbacks, und (Noten)material das ich vorab verschicke.

Preise: 1 EH (50 Minuten) – Eur 70.- /Studenten 50.- I 1/2 EH 25 Minuten Eur 40.- /Studenten 30.-Stunden müssen vorab per Banküberweisung oder PayPal bezahlt sein. Eine Buchungsbestätigung bekommst du nach Zahlungseingang per e-mail
Storno: bis 48 Stunden vor dem vereinbarten Termin kostenfrei möglich.

8 + 0 = ?

Concert bookings

Management Red Carpet Stage Service
Martin Grünbeck
+ 43 676 94 27 769  Mail

Record Labels
ATS Records Reinhard Brunner Mail I www.ats-records.de
Jive Music Austria Rens Newland Mail I  www.jivemusic.at
palmenreich productions Thomas Palme  Mail I www.palmenreich.at

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Blog

Was macht eine Taxifahrt gemütlich? Ein gutes, bequemes Auto und ein netter Fahrer. Was macht eine Taxifahrt unvergesslich? Dieser Fahrer. Ein besonders netter. Gemütlich war’s allerdings nur eingeschränkt.

Ich erzähle ihm von dem Herrn, der sich als Taxifahrer angeboten hat, „Mr. Pseudo UBER“ und er meint, ich hätte einen guten Instinkt gehabt. Es gibt in Paris falsche Taxis, die zocken einen total ab. Wer meine Reisegeschichte aus Russland kennt, weiß, das abgezockt werden eher meine geringere Sorge ist. Taxifahren in St. Petersburg mit Unbekannten ist nämlich lebensgefährlich. Zum Glück sind wir aber in Paris und zum Glück hab ich diesen netten Fahrer erwischt. Ob ich internet will, er kann das für mich einschalten, gratis – wenn ich möchte. Ja, klar, gerne. Ich krame all mein eingerostetes Französisch hervor und sage mindestens 10x „si“ statt „oui“, aber immerhin verbessere ich mich gleich, nach dem es rausgerutscht ist. Zu viel in Italien gewesen und in spanischen Gefielden in den letzten Jahren. Naja, zumindest wenig in französischen. Immerhin habe ich einst in Französisch maturiert, Camus und Sartre gelesen. Schwarze Rollis fand ich auch immer tres chic.

Es hätte ein entspanntes, lockeres Gespräch sein können, wenn nicht dieser blöde Stau gewesen, und ich auf Nadeln gessesen wäre. An diesem Abend wollte ich nämlich wirklich nicht in Paris übernachten. Ich verfluchte mich noch mal innerlich ob meiner Naivität bzw. Unachtsamkeit bei meiner Flugbuchung und ergab mich meinem Schicksal. Entweder es geht sich aus oder nicht. Basta.

Irgendwie kommt unser Gespräch dann auf die Musik – mir war aufgefallen, dass er einen Sender laufen hatte, der Jazz spielt – Freude. Ich erzähle ihm von meinen Gesangskursen im sommerlichen Italien und davon, dass ich Jazz Sängerin bin und in La Reunion ein Konzert singen werde. Er fragt mich nach meinem Namen und googelt. Das geht im Stau recht gut, so ganz nebenbei.

Als er mich und meine Musik auf youtube gefunden hat, läßt er sie im Fahrzeug laut laufen, ich finde das cool, im Taxi, irgendwo in Paris ich als Fahrgast mit meiner Musik aus dem Lautsprecher… Nach einer kleinen Weile dreht er plötzlich das Licht auf, kramt ein Büchlein hervor und sagt feierlich: „Ich bin ganz aufgeregt, Sie hier bei mir zu haben, Madame, darf ich Sie um ein Autogramm bitten?“ LOL…, ich glaub’, ich werd‘ nicht mehr!

Ich kritzle eine Widmung in das Buch und ich scherze, „…wenn Sie mir einen guten Preis machen, schicke ich Ihnen eine CD von mir“. Von CDG nach Orly ist es nämlich nicht nur eine weite Strecke, sondern (im Taxi) auch sauteuer. Etwa eine Stunde vor der geplanten Abflugzeit erreichten wir dann schließlich unser Ziel. Er macht mir wirklich einen guten Preis und schreibt mir noch seine Kontaktadresse auf: „…wenn Sie einmal ein Konzert in Paris singen, rufen Sie mich an, ich chauffiere Sie gratis!“ Ich finde das voll süß!

Ich hüpfe aus dem Wagen und suche mein Abfluggate bzw. die Gepäcksaufgabe für meinen Flug. Am Schalter herrscht gähnende Leere, ein Security Mann sagt mir zwei Mal, „Sorry Lady, die Gepäcksaufgabe ist schon abgeschlossen, da geht jetzt nichts mehr.“

Das darf  jetzt aber echt nicht wahr sein!! Ich ignoriere ihn geflissentlich, galoppiere an ihm vorbei und habe Glück, denn am Schalter sitzen freundliche Menschen. Ein Telefonat, dass da noch eine Lady mit Gepäck sei und ein anschließendes Kopfnicken befreit mich von meinen schlimmsten Befürchtungen. Na also geht doch! Geschafft.

Es ist fast noch eine Stunde bis zum Abflug, aber das Boarding ist schon munter im Gange. Etwas verwundert reihe ich mich in die Schlange der Wartenden ein. Ja klar, bis so ein Riesenvogel anständig und ordentlich mit Menschen und Gepäck befüllt ist, dauert das schon eine Weile.

Pünktlich hebt der Flieger ab, die ersten zwei Stunden sind eher ungemütlich und rumpelig – wie schon auf dem Flug aus Wien nach Paris, denn es gibt ziemliche Turbulenzen. Serviert wird daher auch nichts. Leider. Ich schaue mir einen lustigen Film an, um mich abzulenken. Als ich es beim Blick aus dem Fenster in unmittelbarer Nähe einige Male imposant blitzen sehe, ziehe ich die Blende herunter. Ein bißchen mulmig ist das schon, aber die Stewardessen, haben begonnen, zu sevieren. Immerhin. Wird schon passen.

Nachtrag zum Taxifahrer in Paris: ich hatte mangels besseren Erinnerungsvermögens an meinen französischen Wortschatz in sein Büchlein reingeschrieben „Danke, dass Sie mich in Orly genommen haben“ statt „Danke, dass Sie mich nach Orly mitgenommen haben“ Eine Freundin machte mich darauf aufmerksam, als sie den facebook post sah. Haha, der wird sich das wohl einrahmen… oder auch nicht ?! Vielleicht verbietet ihm dann ja seine Frau, mich bei meinem nächsten Konzert in Paris zu chauffieren…?! OMG

Einen Flug zu buchen ist heute relativ einfach. Suche im internet, nach ein paar clicks hast du die gewünschte Destination an gefälligem Datum und gleich ein Mietauto dazu. Fertig. Ein Reisebüro oder eine Person mit Insiderwissen wäre dennoch die bessere Wahl gewesen. Aber so hab ich dafür mehr zu erzählen… naja. Ich beginne von vorne.
Ich habe mich an einem Sonntag vor meiner viewöchigen Wien-Abstinenz noch ausgiebig kulinarisch von meiner Heimat verabschiedet. In einem echten alt eingessesenen, traditionellen Cafe in der Gumpendorfer Straße, mit Leberknödelsuppe (na servas – mit vier Stück!! – volle Hauptmahlzeit), Mohntorte und einem großen Braunen sollte die gute Erinnerung an mein Zuhause noch für eine Weile aufrecht erhalten werden. Als es zum Zahlen kam (immerhin heiße Eur 8,20), bemerkte ich das definitive und tatsächliche Fehlen meiner Geldbörse. Der Wirt meinte nur: „…des is aber schlecht.“ Mir war das ziemlich peinlich, doch mein Hirn fand auch in dieser Situation rasch eine Lösung: ich hatte noch zwei Schüler zu unterrichten, also würde ich einen, den ich schon länger kenne, um 10 Euro anschnorren und das Geld später vorbeibringen. Funktionierte wunderbar.
Der Wirt bedankte sich überschwänglich, als hätte ich ihm einen Gefallen getan, aber wahrscheinlich war es nur wegen des relativ guten Trinkgeldes. Meine Geldbörse, ach ja, die lag schon fein säuberlich vorbereitet bei meinen Reiseutensilien. Was nimmt man mit für vier Wochen und praktisch JEDES Wetter? In den Bergen kühl, an der Küste heiß…! Auf jeden Fall eine Geldbörse. Das Kofferpacken ging dann relativ rasch von sich, da ich gar keine andere Wahl, sprich: wenig Zeit hatte. Am Flughafen sagte die Kontroll-Waage Koffer: 25 Kilo, also mußten die Ölkreiden, eine Jacke, ein paar Schuhe eine Badetasche und meine geliebten Tusche-Fläschchen wieder raus. Nach erneuter Abwägung (22 Kilo?) durfte das Zeichenmaterial wieder mit. Na dann. Ich hoffe, ich habe Zeit, es zu verwenden.Ich genoß mit meinem Mann noch einen Kaffee am Flughafen, besser gesagt er genoss den Kaffee und passte auf mein Gepäck auf, während ich noch in der Apotheke, im Buchladen und beim Billa Lebensmittel einkaufte… Aber was tut man nicht alles für einen geliebten Menschen?! Meinen Kaffee trank ich dann erkaltet, alleine, da er dann auch schon wieder weg mußte.Die erste schöne Nachricht am Gate war die, dass der Flieger aus Paris noch nicht eingetroffen und daher mit einer Verspätung zu rechnen sei. Zunächst mit 15 Minuten aus der schlußendlich 44 Minuten wurden. Das wäre ja nicht weiter schlimm gewesen, hätte ich nicht in Paris die Aufgabe gehabt, den Flughafen zu wechseln, um den Anschlußflug nach St. Denis, Reunion zu nehmen. Nun muß man wissen, dass es vom Flughafen Charles De Gaulle, wo ich landete, bis nach Orly etwa eine Stunde und 10 Minuten braucht. Und da wäre der hilfreiche Hinweis einer kundigen Person vonnöten gewesen, die mich darauf aufmerksam gemacht hätte, das man sowas NICHT buchen soll, oder dass das in diesem Zeitrahmen zumindest ned leiwand is!!Von nun an war alles Stress pur. Mit ständigem Blick auf die Uhr holte ich mein Gepäck ab, das erfreulicherweise erstaunlich schnell da war, und suchte nach dem Shuttle Bus nach Orly, für den ich in Wien einen Voucher bekommen hatte. Ein freundlicher Hinweis einer Dame führte mich fälschlicherweise ans andere Ende des Flughafens, wo es zwar einen Airport Shuttle gab, aber nicht den nach Orly.

Was man für ungaubliche Kräfte entwickeln kann, merkt man dann, wenn es wirklich vonnöten ist. Mit voller Kraft voraus hirschte ich mit meinen beiden Rollis wieder ans andere Ende des Flughafens, wo man mir nach zwei erfolglosen Auskunftsansuchen versicherte, ja, der Busbahnhof sei hier, genau vis a vis. „Aber der Bus geht nicht, weil die Fahrer sind seit etwa einer Woche im Streik“!!! “Können die mir das nicht in Wien sagen, diese Vollkoffer!!!”  Leichte Verzwiflung setzte ein, doch die Lösung war klar. Und sie kam auch in Form eines freundlichen Mannes, der mich fragte, ob ich ein Taxi brauche. Jaaaaaaa!!! Ich will.

Er schnappte sich meinen großen Koffer und führte mich durch ein paar Aufzüge und Drehtüren zu seinem Wagen: große Limousine in schwarz, jedoch kein Taxi Schild, kein Aufkleber, gar nichts. Er sei von UBER, sagte er, das sei viel billiger. Ich fragte, was die Fahrt kosten solle, .. naja das kommt darauf an… Das war mir jetzt schon nicht geheuer. Ich wollte seine UBER-Linzenz oder irgend etwas in der Art sehen. Mein großer Koffer war schon in seinem Kofferraum. Ah, sie wollen meinen Führerschein sehen? Nein, die Lizenz….! Aha, Sie können gerne ein Foto von meinem Führerschein machen… “Nein danke!”, ich sprintete aus dem Wagen, holte meinen Koffer wieder aus dem Heck und sagte, “Ich nehme mir jetzt ein Taxi! Ein richtiges.” „Oui Madame, pas de probleme…“

Pfffffff… jetzt mal nicht die Nerven verlieren. Ich sah Taxis ankommen, Leute ausladen und fragte zwei von ihnen, ob sie frei wären, aber sie meinten, sie dürften mich nicht mitnehmen… Genau jetzt hätte ich am Liebsten meine Nerven weggeschmissen, wenn ich gekonnt hätte. Ein Instinkt führte mich wieder zurück ins Flughafengebäude, wo ich erkannte, dass die Wegfahrebene mit freien, grün leuchtenden Taxischildern genau eine Ebene unter mir lag. Na dann…

Schlußendlich saß ich endlich in einem offiziellen Taxi auf dem Weg nach Orly. Na geht doch. “Leider, es ist Hauptverkehrzeit, Madame, die Straßen sind ziemlich „beschäftigt“ wie man hier sagt”… Ich sah schon die lange Kette an roten Rücklichtern vor uns auf der Autobahn… Stau!  What shall’s, wie man bei uns sagt – tief durchatmen und ausharren…  ich hatte ohnehin keine Wahl.

Von fliegenden Bösewichten, unendlich langen Rolltreppen und dem Geheimnis des Taxifahrens

 

Das Boarding beginnt überpünktlich: Flughafen Wien, 11:00 – Aeroflot Flug nach St. Petersburg. Der Flug ist gut „gecastet“. Ich stehe in einer Reihe mit mindestens zehn potentiellen Darstellern eines James Bond Films: finsterer Blick, nicht sonderlich attraktiv, markante Nase, kräftiger Körperbau – der typische russische Bösewicht. Dazwischen verstreut einige Damen mit markanten, blonden einander sehr ähnlichen Kurzhaar-Frisuren, die meisten mit Pelzmütze oder -Kragen und mindestens einem Plastiksackerl.Ich schaue mich lieber nicht unter meinen Mitreisenden um, sonst komm ich noch auf blöde Gedanken… Als ich 1/2 Stunde vor Abflug schon im Flugzeug sitze, ist das eher ungewöhnlich, das findet auch mein Mann, der mir per Telefon noch eine gute Reise wünscht. Die potentiellen Bösewichte verhalten sich unauffällig, der eine neben mir schläft wie auf Knopfdruck ein, als das Flugzeug abhebt… die Durchsagen auf russisch beunruhigen mich wenig, da ich ohnehin kein Wort verstehe und der Tonfall der männlichen Stimme (vor Freundlichkeit nicht gerade strotzend) sehr sachlich und informativ gehalten ist (jedenfalls gibt es scheinbar eine Menge zu sagen) – ich fühle mich wie eine Kosmonautin auf dem Flug zu einer Raumstation, in äußerst wichtiger Mission. Als wir dann auch noch 30 Minuten früher als vorgesehen landen, und das Gepäck etwa 10 Minuten danach auf dem Fließband einfährt, fühle ich mich beinahe überrumpelt.Willkommen in St.Petersburg, meine Abholperson steht mit einem Riesenschild auf dem mein Name steht, in der ersten Reihe der Wartenden – ich kann gar nicht aus…
Dann, ganz plötzlich, macht die Zeit einen Sprung und es ist fast so, als würde man Bremsen quietschen hören – von jetzt an passiert alles irgendwie in Zeitlupe… Oksana (meine Abholperson) – ein junges Mädel mit hübscher, weißer flauschiger Echtpelzmütze telefoniert auf ihrem Handy (solche Modelle gibt es bei uns glaub ich nur mehr im Second Hand Handy Shop)… und das dauert… sie sagt, sie wartet auf den Fahrer… dann telefoniert sie etwa noch dreimal, dazwischen vergehen sicher 30 Minuten – wir konversieren einstweilen smalltalkend. Ich wundere mich, und frage mich, was da so schwierig sein kann…Es ist Februar, draussen hat es schätzungsweise minus 10 Grad, alle Einheimischen sind irgendwie in eine Art von Pelz gehüllt, die Sonne scheint diffus und irgendwo weit weg, das Flughafengebäude wirkt ein wenig verschlafen. Wir stehen in der Gegend rum und warten.Endlich kommt ein Taxi… ja, das ist unseres – bestätigt. sie. Ich verstehe immer noch nicht wirklich. In anderen Ländern geht man beim Flughafen raus und ruft sich ein Taxi… aber ich weiß schon – auch von Wien – das kann teuer werden – also lieber eines bestellen. Alles klar.
Wir fahren, die Sonne scheint jetzt in echt. Ich schaue aus dem Fenster und stelle fest, die Russen sind definitiv keine passionierten Autowäscher. Jedes zweite Auto ist von oben bis unten dermaßen mit Dreck versaut, dass man die Nummernschilder nicht lesen kann… ich frage mich ob das Berechnung ist??Was möchte ich denn gerne machen in St.Petersburg während meines Aufenthaltes werde ich gefragt. Ja, also unbedingt eine Bootsfahrt auf den zahlreichen Kanälen, das hab ich mir im Reisführer angeschaut – St. Petersburg ist ja das Venedig des Nordens, und eine Busfahrt durch die Stadt mit einem Hop on Hop Off Bus – falls es sowas gibt; das hat mir mein Reiseführer aber leider nicht verraten. Meine Reisebegleiterin lächelt freundlich und sieht mich mit einem Blick an, als wäre ich ein wenig geistig retardiert, nicht gänzlich ohne Mitleid.Dann, nach der nächsten Kurve, verstehe ich warum – wir queren den großen Fluß, die Newa: eine Mischung aus dem Gefühl unsagbarer Peinlichkeit und Ärger breitet sich in mir aus: der Fluß ist knallhart und bretteleben zugefroren, ganz in weiß, hübsch zugeschneit. Nix mit Bootfahren. Sicher nicht. So lange ich hier bin. Ich schlucke und sage zunächst einmal nichts mehr. Eislaufschuhe hätte ich mitbringen sollen…
Nach einer sehr, sehr, sehr langen Fahrt kommen wir endlich im Hotel an. Das sP Hotel – ein Plattenbau aus den 70igern, architektonisch schlicht, streng und betongrau – mit einem Wort: häßlich, aber das ist wohl eher untertrieben. Ich komme zur Rezeption. Dort fristet Ende Februar fröhlich eine Plastik-Weihnachtsdekoration ihr – meines Erachtens eher unberechtigtes Dasein; aber vielleicht ist hier Weihnahten das ganze Jahr – wer weiß wann und ob dieser Fluß überhaupt jemals auftaut??Die Rezeptionistinnen, drei an der Zahl, gut gekleidet, gut frisiert und noch besser, aber vor allem sehr intensiv geschminkt – versuchen, mich zuerst einmal zu ignorieren; kein Blickkontakt, kein Garnix; geschäftig tippen sie und wuseln hin und her, ich fühle mich ziemlich überflüssig. Nach etwa einer gefühlten halben Stunde fällt es einer der Damen scheinbar aus heiterem Himmel ein, mich zu beachten, freundlich, mit erkennbarem Englisch. Mein Name ist so und so ich habe ein Zimmer von so und so reserviert bekommen und ich wäre jetzt bitte schön da, um einzuchecken!! Ja, sehr gerne, tipp, check, aha, okay, ja, sehr gerne, bitte eine Augenblich warten…
Ich lasse mich in der Lounge nieder. Meine Reisebegleiterin ist immer noch da, sie scheint das zu kennen; wir plaudern über dies und das, ich erfahre, dass sie Japa-nologie und Kunstgeschichte studiert, und sie bietet mir eine Privatführung durch die Kunstsammlung „Eremitage“  an – ja, klingt gut! Auf einem Bildschirm sehe ich in Schleife die weissen Nächte und Sehenswürdigkeiten von SP – eh schön!Endlich heißt es „your room is ready!“ Ich sehe schon die Sonne untergehen… immerhin war ich schon zu Mittag da, und habe den Nachmittag äußerst sinvoll verbracht – am Flughafen, im Taxi und in der Hotel Lobby. Meine Laune ist im Keller, doch dann gesellt sich mit dem Rubel Problem noch eine tiefere Etage dazu – ich möchte noch gerne in die City – aber ohne Rubel geht gar nix. Um die Ecke wäre eine Wechselstube heißt es, die suchen wir auch auf. Um die Ecke ist um die zehn Ecken, aber egal, man ist hier hauptsächlich damit beschäftigt, nicht auszurutschen, alles ist gefroren und das Eis macht interessante Hügel auf Gehfächen, die als solche teilweise fast nicht erkennbar sind. Wieder vermisse ich ein wenig meine Eislaufschuhe.Es ist vollkommen dunkel, als ich endlich – oh Jubel voller Rubel – meine Kemenate beziehen kann. Das Zimmer ist klein und schlicht, hat aber einen großartigen Ausblick auf die Newa und das gegenüberligende, prunkvoll beleuchtete Ufer – ein Lichtblick 🙂Und jetzt ab in die City – Oksana zeigt mir den Weg zur U-Bahn. Nach dem mittlerweile schon bekannten Eisrutenspießlauf geht es in die Tiefe. Aber sowas von. So eine Rolltreppe habe ich überhaupt noch nie gesehen. Ich glaube, sie führt direkt zum Mittelpunkt der Erde. Denn von oben kann man das Ende der Treppe gar nicht sehen!! Ich bin beeindruckt! Das Sumpfland ist dafür verantwortlich erklärt mir die Allwissende, daher mußte die U-Bahn in den 1890ern so tief gebaut werden. Ein architektonisches Juwel, by the way! Kronleuchter, Marmorböden, Stuck und Statuen, rollende Holztreppen, und alles pipifein geputzt. Am Bahnsteig fährt sogar ein Boden-Putzwagen auf und ab, so einen sieht man sonst nur in Supermärkten oder besseren Hotels. Ich bin begeistert. Kein Dreck Lulu und Taubenschiss wie in Wien. Keine Sandler, keine Junkies – wo immer die auch sind – hier sind sie jedenfalls nicht.

Wir verabschieden uns, sie fährt nach Hause in die andere Richtung – ich fahre in die City. Ich steige aus und bin kurz darauf in der Prunkstrasse SP – alles wundervoll und märchenhaft beleuchtet. Man muß schon bedenken, dass hier im hohen Norden die Nächte zeitweise lang sind und daher die Beleuchtungskultur der Gebäude einen anderen Stellenwert hat.

In einem Einkaufszentrum, das in den Arkaden eines sehr alten, schönen Gebäudes beheimatet ist, finden sich allerlei Skurillitäten: Babuschkas in allen Größen, Formen und Ethnien, Leckereien, bunt bemalte Eier, Tiere und natürlich alles was man unter Kunst und Kitsch einordnen kann. Ich fotografiere so lange bis mein Hunger unerträglich wird und lasse mich dann in einem Lokal nieder, das mit wunderbaren Palatschinken mit Kaviar und roten Rüben wirbt. Das will ich. Es schmeckt großartig und ich fühle mich weit weg von zu Hause und aber sehr gut“

 

Artwork