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Renate Reich

Vocalist I Vocal Coach

“Outstanding feel, interesting arrangement, great vocal sound, and the music is enjoyable and creative.”  | Kari On Press, US

Musik kaufen

So Full Of Life
CD & DVD, ATS records 2018

Home
palmenreich productions, 2016

Devil May Care
CD Jive Music, 2012

Wheels Of Time
palmenreich productions, 2000

Tour Dates

20:00 Uhr

Renate Reich – vocals, Milos Todorovski – accordeon, Mike Scharf – guitar

New textures and structures –  jazzswinglatingroovemelodies and some true stories.

Die Jazzvokalistin und ihren beiden Musikerkollegen nehmen das Publikum mit auf eine klanglich spannende Reise. Mit aufregend schöner Musik und Texten, die sie aus der ganzen Welt zusammengetragen hat, spannt Renate Reich an diesem Abend einen weiten Bogen von Jazz über Pop bis hin zu ihrer frühesten Liebe: dem französischen Chanson. Und sie gibt Einblicke in ihr Leben als Künstlerin auf Reisen: ihre manchmal skurrilen Erlebnisse hat sie in spannende, witzige Geschichten verpackt, aus denen sie ein paar Ausschnitte präsentiert.

Reservierung

20:30

Jazz Jam Session

Opener Set: Renate Reich – vocals, Johannes Thoma – piano, Navid Djawadi – bass

20.00
“Ein guter Song kommt mit ganz wenig aus. Mit Gitarren und Stimmen beispielsweise. Der Rest ist frei erfunden.”
Renate Reich – vocals
Thomas Palme – guitar
Farid Al-Shami – cajon

Special guests:
Milos Todorovski – accordeon
Volker Wadauer – bass
Kayetana Wolf – vocals

Renate Reich, das ist Lebenslust pur, gepaart mit einer packenden Bühnenpräsenz und einer gekonnt geführten Stimme, reich an Nuancen, Gefühl und Ausdruck. Ihre Songs gehen ins Ohr und dürfen dort bleiben. Singer Songwriter meets Jazz and Blues. Fine Acoustic Music gets to its best!

https://www.youtube.com/watch?v=mslTPeGwB0c

Renate Reich zeigt sich stimmlich facettenreich von samtig bis rockig, Thomas Palme an der Gitarre überzeugt als geschmackvoller Begleiter und virtuoser Solist und Farid Al-Shami beweist eindrucksvoll, dass eine Cajon mehr ist als eine Holzkiste, zu der man Flamenco tanzen kann.

20:00

Renate Reich – vocals, Thomas Palme – guitar, Hannes Laszakovits – bass

Konzert & Vernissage

JazzStandards Swing & Latin, soulful and bluesy music.

Die vielseitige Künstlerin präsentiert in der Galerie ihre neuesten Werke.

Jazz Jam Session

Opener Set: Renate Reich – vocals, Thomas Palme – guitar, Markus Gaudriot – piano

Silvestergala

Renate Reich – vocals, Thomas Kramer – guitar, Nikola Stanosevic – piano, Stefan Pista Bartus,- bass, Harald Tanschek – drums

20:00

Renate Reich – vocals
Johannes Thoma – piano
Karl Sayer – bass
Michael Seyfried – drums

Enchanting Live Jazz – Songs, die auf wunderbare Art zu verführen vermögen

Renate Reich, das ist Lebenslust pur, gepaart mit packender Bühnenpräsenz und einer gekonnt geführten Stimme. Getragen von einer hochkarätigen Band, die ihr Können stets songdienlich präsentiert, scheint sie von einer Melodie zur anderen zu schweben.

Über Ihr aktuelles Album “So Full Of Life” (ATS records) schwärmt der Muskjournalist Michael Ternai: “Ein wirklich schönes Stück stilvoller musikalischer Unterhaltung. Sie weiß ihre ausdrucksstarke Stimme eindrucksvoll einzusetzen und versteht es, die Musik mit Gefühl aufzuladen und ihr etwas zutiefst Zauberhaftes zu verleihen”.

Die in Europa und USA ausgebildete Sängerin und Komponistin bewegt sich stilsicher zwischen Singer-Songwriter Tradition, Jazz und Popmusik.

“Kurz gesagt… Ihre Stimme hat eine Seele.” Jörg Konrad, Jazzpodium, D – review 2017

Bands

GROOVE CIRCLE

An acoustic music explosion

Renate Reich  vocals, Thomas Palme guitar,
Farid Al-Shami  cajon

RENATE REICH FIVETETT

Songs, that enchant in wondrous ways

Renate Reich vocals, Thomas Palme guitar, Martin Wöss piano, Stefan Pista Bartus bass, Harald Tanschek drums

“Ein guter Song kommt mit ganz wenig aus. Mit Gitarre und Stimmen beispielsweise. Der Rest ist frei erfunden”.

Singer-Songwriter trifft auf Rock, Pop, Blues & Soul.
Lebenslust pur, gepaart mit packender Bühnenpräsenz, heiße Stimmen, eine groovige Holzkiste und eine virtuose Gitarre. Kaum zu glauben dass hier nur ein Trio am Werken ist. Ihre Songs gehen ins Ohr und dürfen dort bleiben. 

“So Full of Life – Ein wirklich schönes Stück stilvoller musikalischer Unterhaltung.

Sie versteht es, die Musik mit Gefühl aufzuladen und ihr etwas zutiefst Zauberhaftes zu verleihen. Die in Europa und den USA ausgebildete Sängerin und Komponistin bewegt sich stilsicher zwischen Singer-Songwriter Tradition, Jazz und Popmusik.” | Michael Ternai, Mica

Press

“Ihre leicht angeraute sexy Stimme swingt höllisch gut.” | woolf, concerto, AT

“Brilliant performance, pure world-class entertainment. Definitely the best Jazz I’ve seen and heard in many years – A top act to follow! Her new CD Devil May Care is an absolute must-have.” | Michael L. Reiseneder, Paramount Pictures, US

“Ein verführerisch warmer Klang, der einfängt. Reichs drittes Album mit ausschließlich eigenen Kompositionen ist ganz bewusst im Spannungsfeld zwischen Pop, World und Jazz eingebettet und lädt zum Eintauchen in eine wundersame Klangwelt ein.” | Jazzahead Arttourist, DE

“Sie hat hörbar die Geschichte des weiblichen Jazzgesangs verinnerlicht und wirkt in den Interpretationen erfahren, abgeklärt, aber auch interessant gestaltend. Kurz, ihre Stimme hat eine Seele …“ | Jörg Konrad, Jazzpodium, D

“Ein wirklich schönes Stück stilvoller musikalischer Unterhaltung. “So Full Of Life“ ist ein Album geworden, das mit seinen schönen Klängen, zu fesseln vermag. Die Nummern des Renate Reich Fivetetts zünden von der ersten Sekunde an und fordern einfach zum Genießen auf. Ein Stück Musik, an dem mit Sicherheit nicht nur ausgewiesene Jazzliebhaber ihre Freude haben dürften.” | Michael Ternai – Mica, AT

Videos

Media

Renate Reich Fivetett
Renate Reich – vocals, Thomas Palme – guitar, Martin Wöss – piano, Stefan Pista Bartus – bass, Harald Tanschek – drums

Songs, die auf wunderbare Art zu verführen vermögen

Renate Reich, das ist Lebenslust pur, gepaart mit packender Bühnenpräsenz, und einer gekonnt geführten Stimme. Getragen von einer hochkarätigen Band scheint sie von einer Melodie zur anderen zu schweben. Über Ihr aktuelles Album So Full Of Life” schwärmt der Muskjournalist Michael Ternai: “Ein wirklich schönes Stück stilvoller musikalischer Unterhaltung. Die in den USA ausgebildete Sängerin und Komponistin bewegt sich stilsicher zwischen Singer-Songwriter Tradition, Jazz und Popmusik.

Renate Reich Fivetett
Renate Reich – vocals, Thomas Palme – guitar, Martin Wöss – piano, Stefan Pista Bartus – bass, Harald Tanschek – drums

Songs, die auf wunderbare Art zu verführen vermögen

Renate Reich, das ist Lebenslust pur, gepaart mit packender Bühnenpräsenz, und einer gekonnt geführten Stimme. Getragen von einer hochkarätigen Band, die ihr Können stets songdienlich präsentiert, scheint sie von einer Melodie zur anderen zu schweben. Über Ihr aktuelles Album So Full Of Life” schwärmt der Muskjournalist Michael Ternai: “Ein wirklich schönes Stück stilvoller musikalischer Unterhaltung. Sie weiß ihre ausdrucksstarke Stimme eindrucksvoll einzusetzen und versteht es, die Musik mit Gefühl aufzuladen und ihr etwas zutiefst Zauberhaftes zu verleihen.” Die in den USA ausgebildete Sängerin und Komponistin bewegt sich stilsicher zwischen Singer-Songwriter Tradition, Jazz und Popmusik.

“Sie hat hörbar die Geschichte des weiblichen Jazzgesangsverinnerlicht und wirkt in den Interpretationen erfahren, abgeklärt,aber auch interessant gestaltend. Kurz, ihre Stimme hat eine Seele.”  Jazzpodium, D

“Ein verführerisch warmer Klang, der einfängt. Reichs drittes Album mit ausschließlich eigenen Kompositionen ist ganz bewusst im Spannungsfeld zwischen Pop, World und Jazz eingebettet und lädt zum Eintauchen in eine wundersame Klangwelt ein.” | Jazzahead Arttourist, DE

“Sie hat hörbar die Geschichte des weiblichen Jazzgesangs verinnerlicht und wirkt in den Interpretationen erfahren, abgeklärt, aber auch interessant gestaltend. Kurz, ihre Stimme hat eine Seele …“ | Jörg Konrad, Jazzpodium, D

“Ein wirklich schönes Stück stilvoller musikalischer Unterhaltung. “So Full Of Life“ ist ein Album geworden, das mit seinen schönen Klängen, zu fesseln vermag. Die Nummern des Renate Reich Fivetetts zünden von der ersten Sekunde an und fordern einfach zum Genießen auf. Ein Stück Musik, an dem mit Sicherheit nicht nur ausgewiesene Jazzliebhaber ihre Freude haben dürften.” | Michael Ternai – Mica, AT

Biography

Privat
Renate Reich, geboren in Kabul, Afghanistan, lebt und arbeitet in Wien. Sie ist mit ihrem langjährigen musikalischen Wegbegleiter, dem Gitarristen Thomas Palme verheiratet und hat eine Tochter. Sie hat in den USA und in EU Klassischen Gesang, Jazzgesang, IGP-Gesangspädagogik und die Speech Level Singing (SLS) Methode studiert und ist als Sängerin auf der Bühne ( >>>link zu Bandprojekte), im Studio und als professional Vocal Coach in ihrem Studio “Der Stimmraum” tätig. www.derstimmraum.at

Neben der Musik, der ihre Hauptliebe gilt, liebt Renate es, allein in der Weltgeschichte herum zu reisen und auf ihrem Reiseblog unterhaltsame Geschichten zu veröffentlichen. <<www.renatereich.at/reiseblog/

Wenn sie zu Hause ist, greift sie in letzter Zeit immer öfter zu Farbe und Pinsel und malt “Häuserwelten”. Sie hat Kunstkurse besucht und ihre Werke waren bereits in mehreren Ausstellungen zu sehen, unser anderem in den Wiener Ringstrassen-Galerien. <<www.renatereich.at/artwork/

Bio

Bühne
Renate Reich stand mit zahlreichen Größen der Musikszene auf der Bühne (Christian Kolonovits’ VSOP, den Jazzlegenden Richard Österreicher und Hans Salomon, Main Street, Willy Astor, Gunkl,… ), tourte mit verschiedenen Formationen durch Europa und gab Gastspiele in den USA. Sie war jahrelang federführendes Mitglied der a cappella Gruppe “Die Echten” und ist als Jazz- und Pop-Sängerin von “Rich & Famous” bei vielen Events wie z.B. bei der Silvestergala im Hotel Imperial, Wien zu hören.

Auftritte führten sie mehrmals ins Wiener Porgy & Bess, ins ORF Radio Kulturhaus, nach Deutschland, Italien, Frankreich, Spanien, Kroatien, Südafrika und La Reunion. Sie sang in Los Angeles, San Diego und in New York, wo sie im Oktober 2019 mit dem Bassisten George Farmer Aufnahmen für ihr neues Album (“She’s All About The Bass”) machte.

Studio
Renate Reich hat als Sängerin an mehreren Alben mitgewirkt und bisher fünf Soloalben veröffentlicht. Mit dem Gitarristen Thomas Palme produzierte sie als “Palmina Waters” 2000 ihr erstes Album mit eigenen Kompositionen, darauf folgten drei weitere, die im Bereich Jazz und Singer-Songwriter angesiedelt sind. Sie wurden mit dem “Renate Reich Fivetett” eingespielt, mit dem sie auch auf internationalen Jazzbühnen konzertiert.

2000 “Wheels Of Time”  Palmina Waters (palmenreich productions)
2008 “Luftschifferlhupfer” Renate Reich &  Thomas Kramer (palmenreich productions)
2012 “Devil May Care” Renate Reich Fivetett (Jive Music)
2016 “Home” Renate Reich Fivetett (palmenreich productions)
2018 “So Full Of Life” Renate Reich Fivetett (ATS records- CD & DVD)

Vocal Coaching

Vocal Coaching und Gesangsunterricht

In meinem Unterricht verknüpfe ich technische Aspekte des Singens mit musikalischen. Ich versuche, Dich dort abzuholen, wo du gerade stehst und Dich bei Deiner persönlichen Entwicklung ein Stück lang zu begleiten und Dir zu helfen, dein Stimmpotenzial optimal zu nutzen. Ich arbeite sowohl mit Profis als auch mit Hobbysängern oder Anfängern. Ich bin erfahrene Sängerin im Bereich Jazz, Pop, Rock, Blues, Soul, Chanson und gebe meine Erfahrungen gerne weiter. Neu: Online Stunden << link zu Booking [/av_textblock] [/av_one_third][av_one_third min_height='' vertical_alignment='' space='' custom_margin='' margin='0px' row_boxshadow='' row_boxshadow_color='' row_boxshadow_width='10' link='' linktarget='' link_hover='' title_attr='' alt_attr='' padding='0px' highlight='' highlight_size='' border='' border_color='' radius='0px' column_boxshadow='' column_boxshadow_color='' column_boxshadow_width='10' background='bg_color' background_color='' background_gradient_color1='' background_gradient_color2='' background_gradient_direction='vertical' src='' background_position='top left' background_repeat='no-repeat' animation='' mobile_breaking='' mobile_display='' av_uid='av-euq96-5'] [av_textblock size='18' av-medium-font-size='' av-small-font-size='' av-mini-font-size='' font_color='custom' color='#0a0a0a' id='' custom_class='' av_uid='av-k117ma5g-4' admin_preview_bg='']

Speech Level Singing (SLS) und
Mix-Technik (IVTOM)

In den USA von Seth Rigg entwickelt, ist SLS eine funktionale Methode der Stimmbildung, die nach der italienischen Belcanto Gesangstechnik in Verbindung mit Erkenntnissen der Stimmtherapie und Medizin entwickelt wurde. Sie hilft auch denen, die durch schlechten Unterricht oder falsche Praxis Stimmprobleme oder einen Stimmschaden erlitten haben. Mix-Technik ist eine Weiterentwicklung dieser Methode. Weitere Informationen über meine Gesangstechnik und einen Event-Rückblick gibt es auf derstimmraum.at

Ausbildung und
Werdegang

Ich habe die SLS und die Mix Methode in den USA und in Europa studiert und bin Österreichs erfahrenste und am höchsten zertifizierte SLS-Lehrerin und acreddited member of IVTOM. In Wien habe ich die Studien Jazzgesang und Instrumental-Gesangs-Pädagogik (IGP) mit Auszeichnung abgeschlossen und habe mich an zahlreichen Institutionen weitergebildet (Berklee College Of Music, Hochschule für Musik, Graz, Schule des Sprechens, ATT Atem-Tonus-Ton, Schauspiel und Pantomime).

Bookings

Live Musik

Unterrichtsstunde

Buche eine Stunde in meinem Vocal Studio “Der Stimmraum”. Derzeit ist Unterricht nur online – auf Skype oder Zoom möglich.

Schicke mir eine kurze Beschreibung, woran du arbeiten möchtest und was Dich besonders interessiert (z.B. Stimmtechnische Aspekte und Probleme, Repertoire aufbauen, bestimmte Musikstile bzw. Songs erlernen, Chorgesang, Komposition & Songwriting …). Im Online Unterricht arbeiten wir mit Playbacks, und (Noten)material das ich vorab verschicke.

Preise: 1 EH (50 Minuten) – Eur 70.- /Studenten 50.- I 1/2 EH 25 Minuten Eur 40.- /Studenten 30.-Stunden müssen vorab per Banküberweisung oder PayPal bezahlt sein. Eine Buchungsbestätigung bekommst du nach Zahlungseingang per e-mail
Storno: bis 48 Stunden vor dem vereinbarten Termin kostenfrei möglich.

2 + 1 = ?

Concert bookings

Management Red Carpet Stage Service
Martin Grünbeck
+ 43 676 94 27 769  Mail

Record Labels
ATS Records Reinhard Brunner Mail I www.ats-records.de
Jive Music Austria Rens Newland Mail I  www.jivemusic.at
palmenreich productions Thomas Palme  Mail I www.palmenreich.at

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Blog

Endlich. Es ist zwei Uhr früh. Der letzte Hahnenschrei ist soeben verklungen, wir können beruhigt einschlafen. Wenn nicht wieder irgendwo ein Hund zu bellen beginnt, oder laut klappernd eine Pferdekutsche vorbeifährt, oder ein antiquiertes Motorrad. Ich wünsche mir zumindest ein wenig Schlaf, so etwa ein, zwei Stunden? Dann beginnt sowieso der Hahn wieder. Erst einer, dann alle anderen. Und der singende Brotverkäufer macht seine erste Runde durch die noch finstere Straße: „Pan, Pan Criollo“ schreit er mit dem Federvieh um die Wette, stimmlich mindestens ebenso begabt wie die hier allseits beliebten Haustiere: in Trinidad haben alle einen Vogel! Und wer bitte kauft überhaupt um diese Zeit schon Brot?!

Trinidad, eine Stadt an der kubanischen Karibikküste im Süden der Insel ist nichts für akustisch sensible Menschen. Mein Partner, ein Musiker mit feinen Ohren, hat glücklicherweise einen ausreichenden Vorrat an Ohropax mitgebracht. Unsere 13-jährige Tochter schläft zum Glück noch überall gut, egal wo und wie. Mich selbst nervt der nächtliche Lärm zwar auch, aber als Kind des Orients kann ich mich nach einer gewissen Zeit daran gewöhnen. Der Schrei des Muezzin in der Morgendämmerung gehört zu meinen frühesten Erinnerungen an meine Kindheit in Kabul, wo ich gelernt habe, akustisch Unliebsames bei Bedarf auszublenden.

Am nächsten Morgen müssen wir trotz Unausgeschlafenheit jedenfalls früh aus den Federn. Unsere Pferdekutsche, eine gummibereifte, dachlose Pritsche mit hölzerner Sitzbank, wartet bereits auf uns, denn in der kühlen Morgenfrische reist es sich bequemer. Ein gut gelaunter, dunkelhäutiger Mann in roten Hosen, kariertem Hemd, breitem Lächeln und Cowboyhut begrüßt uns in passablem Englisch und weist uns unseren Platz zu. Platz ist übertrieben, aber es geht sich irgendwie aus, Po an Po zu viert auf der engen, harten Bank.

Wir verlassen das Dorf landeinwärts in Richtung Escambray Gebirge, müssen aber nach kurzer Zeit windigen, frischen Fahrgenusses leider schon wieder aussteigen. Die Straße führt steil bergab und die Kutsche wäre mit unserem Gewicht nicht zu bremsen, also heißt es jetzt, ein Weilchen zu Fuß laufen.

In der Talsohle dürfen wir wieder einsteigen und es geht hurtig dahin. Unser Reiseführer plaudert ausgiebig freundlich mit uns und erzählt von ehemaligen Zuckerrohrplantagen, Sklaven und Dampfeisenbahnen, die es hier einmal gab. Über uns kreisen große Raubvögel, die man sehr oft und auf der ganzen Insel sieht, ebenso wie die seltsamen weißen, storchartigen Stelzvögel, die immer in Begleitung eines befreundeten Rindes zu sein scheinen. Der Mann mit dem Cowboyhut gibt erstaunlich fachkundige Antworten auf meine zahlreichen naturkundlichen Fragen und nach einer Weile stellt es sich heraus: er ist Tierarzt. Eigentlich. Ausgebildeter Tierarzt. Nämlich. Ja, in Kuba studieren, das ist einfach, es kostet auch nichts. Nur den Beruf ausüben, das ist eine andere Sache. Das macht er jetzt nicht mehr, es sei denn, ein Freund braucht Hilfe bei der Geburt eines Kalbes, oder so. Aber mit den Touristen und seiner Kutsche verdient er jetzt ein Vielfaches seines staatlichen Tierarztgehaltes.

Und dann, aus heiterem Himmel, ganz plötzlich, passiert etwas, das ich zwar kommen sehe, aber nicht abwenden kann. Also, ich habe einfach zu wenig Zeit, um rechtzeitig angemessen zu reagieren: das Pferd, ein brauner, stattlicher Hengst mit beachtlichem Hinterteil, hebt in vollem Lauf seinen Schwanz in die Höhe und es ergießt sich eine braune, gut geformte Masse auf das Trittbrett und auf meine Turnschuhe. Converse. Dunkelblau. Vorher jedenfalls. Mit Blättern und Taschentüchern beseitige ich notdürftig das Debakel, unser Reiseleiter vergrößert den Abstand zwischen Pferd und Kutsche und schon geht es weiter. “Sorry, Lady.”

Nach etwa einer halben Stunde weiteren fröhlichen Fahrens, Plaudens und Staunens parken wir unser Gefährt unter einem riesigen Mangobaum. Wir machen Rast auf einem Bauernhof, der möglicherweise aus dem vorigen oder vielleicht sogar aus dem vorvorigen Jahrhundert zu stammen scheint. Ein paar selbst zusammengezimmerte Tische, Baumstämme als Sitze, darüber ein Strohdach, und fertig ist die Raststation. Zur Begrüßung gibt es frisch gepreßten Zuckerrohrsaft mit Zitrone, sehr süß, nicht unteuer, aber köstlich, und ein Bierchen für unseren Herrn Doktor.

Der Wirt, ein geborenes Fotomodell, gesellt sich zu uns. Ein vor sehr langer Zeit geborenes Fotomodell zwar, aber durchaus eine Erscheinung, und sehr typisch für Kuba: dunkelhäutig, in Jeans und kariertem Hemd, mit Hut und Gitarre, einem charmanten Lächeln, nahezu zahnlos. Im Reiseführer heißt es, auf dieser Insel würde Spanisch geprochen, aber davon merke ich hier kaum etwas. Dieser Kauderwelsch ist mir neu und vor allem komplett unverständlich. Egal, der alte Mann lacht, was das Zeug hält und hat eine Freude, die ansteckend wirkt. Als er sich dann anschickt, ein Lied zum Besten zu geben, bin ich wirklich restlos beeindruckt: Troubadix hätte es nicht besser machen können. Die Gitarre vollkommen verstimmt, die Melodie und der Rhythmus vollkommen zusammenhanglos. Entweder er hat Arnold Schönberg und die Neutöner studiert oder, was ich eher vermute, er war eigentlich vollkommen taub.

Bisher haben wir in Kuba ausschließlich exzellente, gekonnt dargebotene Live-Musk gehört, in jedem einzelnen Lokal. Das hier bleibt mir aber in besonderer Erinnerung, wirklich skuril und absolut einzigartig. Nach dieser kulturellen Bereicherung – und das meine ich nicht abwertend – wollen wir unsere Reise fortsetzen. Vorher noch mal kurz austreten und dann geht es weiter…

Der Weg zur „Toilette“ führt durch das Tiergehege. Ich stapfe durch ein freudiges Durcheinander an allem, was man auf einem Bauernhof traditionellerweise zu finden vermag, zuzüglich einer Riesenratte in einem leider sehr klein geratenen Käfig. Ich erinnere mich, darüber gelesen zu haben, dass dieses Tier mittlerweile eine vom Aussterben bedrohte Art ist, die einst in großer Zahl vorhanden, den Eingeborenen mangels anderer auf der Insel endemischer Säugetierarten als schmackhafte Nahrung diente. Das letzte seiner Art? Mitleidig wende ich meinen Blick auf die andere Seite.

Eine Frau in Gummistiefeln, mit buntem Tuch auf dem Kopf kommt mit einem Kübel und schüttet etwas Unerkennbares in einen der Länge nach aufgeschlitzten Autoreifen. Allgemeine Fütterung. Danach geht alles unheimlich schnell. Eine große Menge Hühner eilt herbei, gefolgt von ein paar Gänsen und Enten, etwa fünf Ferkel stossen grunzend dazu, stellen sich sofort laut schmatzend mitten in den aufgeschlitzten Reifen und verdrängen einen Großteil der Hühner, zwei Hunde versuchen auch ein paar Bissen zu erhaschen, während die drei Katzen das Freßspektakel aus einiger Entfernung zu überwachen scheinen. Ich frage mich, ob bei diesem Anblick das Herz eines europäischen Biobauern vor Freude hüpfen oder eher stehen bleiben würde? Ich bin mir nicht ganz sicher.

Etwa eine Stunde später schwimmen wir in einem kleinen Naturbecken unter einem Wasserfall im Regenwald. Wären nicht noch so viele andere Touristen hier, könnte man es als echtes kleines Stück vom Paradies bezeichnen. Auf dem Weg zurück zu unserem Gefährt, das wir unter dem mächtigem Blätterdach eines Mangobaumes zurückgelassen hatten, gibt es noch ein Tässchen Urwald Kaffee: pechschwarze Bohnen, im hölzernen Mörser zerstampft, in einem verbeulten, fragilen Alukännchen aufgekocht und durch einen sehr betagt aussehenden Stoff-Filter gegossen. Der hatte in seinem früheren Leben wahrscheinlich als Socke gedient. Also ziemlich sicher sogar. Ein für Kaffehaus-Hygiene zuständiger Beamter (aus Nordamerika z.B.) wäre wohl beim bloßen Anblicks dieses Cafes verstorben, wir staunen und genießen das edle, schwarze und äußerst schmackhafte Getränk, lauschen den zarten Geräuschen des Waldes und dem Lachen der miteinander scherzenden Kutscher.

20. Dezember 2014

Havanna – Vor einer Woche waren wir noch mitten drin. Dort ist es nicht nur laut, es stinkt auch gewaltig. Als wir an einer belebten Straßenkreuzung eine halbe Stunde auf den Hop On Hop Off Bus warten mußten, spürte ich schon leichte Übelkeit in mir aufsteigen. Die zahlreichen Oldtimer sind zwar wunderschön anzusehen, entpuppen sich aber als Lärm- und Dreckschleudern sondergleichen. Die meisten Autos werden als Taxis verwendet und sind mehr oder weniger gut gepflegt. Bei manchen hat man jedoch das Gefühl, bei der nächsten Bodenwelle würden sich alle Blechteile voneinander verabschieden. Es klappert und röhrt, dass es eine Freude ist. Aber, und das ist jetzt mal schon supertoll – man kann in der ersten Reihe zu dritt nebeneinander sitzen, ohne angeschnallt sein zu müssen! Gurte gibt es sowieso keine, Nackenstützen schon gar nicht, und oft auch keine (bzw. keine funktionierenden) Blinker. Aber das macht nichts, denn kubanische Autofenster sind prinzipiell immer offen und man kann ja auch mit der Hand blinken – bzw. mit dem ausgestreckten Arm – direkt aus dem Fenster nach links, oder über das Dach drüber nach rechts.

Wer in Kuba mit dem Auto fährt oder mitfährt, braucht jedenfalls ein starkes Nervenkostüm und verpflichtend !!! eine Auslands- Krankenversicherung. Abgesehen von der bisweilen fraglichen Verkehrstüchtigkeit der Fahrzeuge gibt es noch einige andere Faktoren, die einem in Europa lebenden Menschen durchaus Sorgen bereiten könnten. Der Zustand der Straßen beispielsweise. Riesige Schlaglöcher auf langen Geraden, die ein Tourist, der selbst ein Auto lenkt, niemals erahnen könnte, das selbstbewußte Tempo der Fahrer, das auch bei Dunkelheit oder eingeschränkter Sicht nicht reduziert wird, oder das Vorhandensein anderer Verkehrsteilnehmer, die sich zeit- und lichtmäßig in einem Paralleluniversum zu bewegen scheinen.

Radfahrer etwa, die oft paarweise auf einem Gefährt und nicht selten in die Gegenrichtung unterwegs sind oder pittoreske Pferdegespanne, Ochsenkarren, museale Mopeds, stinkende Traktoren, querende Rinder- oder Ziegenherden und vor allem – zahlreiche Fußgänger. Natürlich alle unbeleuchtet und vorzugsweise auf der Autobahn. Des Weiteren, und das habe ich dort durchaus noch als zarte Steigerung empfunden, gibt es immer wieder unvermittelt von links oder rechts „ins Bild“ tretende oder hüpfende Menschen, die entweder mitfahren wollen, oder diverse Waren wie Kartoffel oder Orangen zum Verkauf anbieten! Falls sie keine Waren dabei haben, wollen sie einfach mitfahren. Autostoppen ist für viele Kubaner die einzige Möglichkeit von A nach B zu kommen. Fahrzeuge besitzen sie selbst nicht, Busse sind entweder überfüllt, zu teuer oder sie fahren erst gar nicht, und ein Bahnticket ist so ähnlich wie ein Lottoschein: ob der Zug sich in die richtige Richtung bewegt und ob bzw. wann er ankommt ist gar nicht oder bestenfalls mit Hilfe einer Kristallkugel vorhersehbar. Ich jedenfalls halte es nach einer Weile für besser, beim (Mit-)Fahren nur mehr aus dem Seitenfenster zu schauen und die wunderschöne Landschaft zu betrachten… (uuuuahhh!). Computerspiele braucht man hier definitiv keine, denn alle Hindernisse sind ganz echt…!!

Wir sind auf dem Weg zurück in den Norden. Vor einigen Tagen haben wir wieder ein Taxi bestellt, das uns von Trinidad, dem südlichstem Punkt unserer Reise in Richtung unseres Abflughafens bringen soll. Diesmal ist das Taxi jedoch klein, sehr klein. Drei Personen, drei Koffer, ein Fahrer und ein Fahrzeug in der Größe eines Smart. Oder Mini. Oder Fiat Panda. Jedenfalls nicht das, was wir uns für eine 440km lange Fahrt erwartet haben! Und bitte, wohin mit den Koffern? Der Chauffeur ist  zielstrebig, unbeirrt und gut ausgerüstet: mit einem langen Seil. Flink hievt er, ehe wir es uns anders überlegen können, zwei unserer Koffer auf’s Dach des Gefährts. Den dritten quetscht er in den Kofferraum. Los geht’s.

Auf dem Weg durch eine große landwirtschaftlich genutzte Ebene rast er in abenteuerlicher Geschwindigkeit auf eine querende Ziegenherde zu, die er wie von Zauberhand hupend von der Straße fegt. Die nächste Herde hat anscheinend keine so guten Ohren und bewegt sich nicht vom Fleck. Erstaunlicherweise gelingt es ihm aber, das Fahrzeug rechtzeitig zum Stillstand zu bringen. Ich atme tief aus und schaue aus dem Seitenfenster.

Als ich zur Abwechslung wieder einmal meinen Kopf nach vorne bewege und durch die Windschutzscheibe blicke, sehe ich, dass die Landstraße, auf der wir uns befinden, zeitweilig nur einspurig befahrbar ist. Eine der beiden Spuren ist komplett bedeckt mit irgendwelchen Körnern, die von – meiner Ansicht nach sehr mutigen – Menschen mit einem Rechen ausgebreitet werden, während wir mit etwa 100 kmh vorbeibrausen. Der Taxifahrer klärt mich auf: diese “mutigen” Menschen sind ganz normale Bauern, die hier ihren frisch geernteten Reis zum Trocknen auf der Straße auslegen. Kommt uns ein Fahrzeug entgegen, weichen wir aus und fahren einfach über den Reis drüber. Aha! Praktisch ist das. Optimale Raumnutzung. Mir wird schlagartig klar, warum in Kuba Reis meistens mit schwarzen Bohnen vermischt gegessen wird. Mhm. Lecker.

Cardenas, die “Stadt der Kutschen”, das Ziel unserer heutigen Etappe ist erreicht. Ich bin heilfroh, unbeschadet aus dem Auto auszusteigen und dass mein Koffer auf dem Dach die lange Reise scheinbar auch gut überstanden hat. Wie er jetzt aussieht, weiß ich noch nicht. Jedenfalls ist er noch immer da, das ist beruhigend. Wir übernachten in einem Privatquartier, das irgendjemand von irgendjemand empfohlen bekommen hat. Drei Sterne bekommt es keine, sicher auch nicht zwei. Wir sind fix und fertig von der langen Fahrt und nur für eine Nacht hier, also egal.

Wir sind sehr hungrig, Unser Gastgeber bringt uns, ja zerrt uns quasi zielstrebig in ein Lokal. Subtext: “Es gibt hier nur dieses eine Lokal und das ist supertoll (und gehört meinem Freund) und ihr blöden Touristen, ihr – wagt es ja nicht, woanders hinzugehen!” Wir landen in einem Pseudo-Hardrockcafe mit heftiger Zwangsbeschallung (jau, wir haben super Musik hier!), die nur ungern und nach mehrmaligem Bitten leiser gedreht wird. Wir sind die einzigen Gäste auf der oberen Terrasse. Unten gibt es ein paar Stammgäste. Nach einem mittelmäßigen Essen bei Diskolicht fallen wir bald erschöpft ins Bett.

Das Haus liegt an einer stark befahrenen Straße. Wir hören hier das erweiterte Spektrum bisher gewohnter nächtlicher kubanischer Lautmalerei: klappernde Pferdehufe, quietschende Kutschenräder, knatternde Oldtimer, röhrende Mopeds, sprechende, lachende, rufende Menschen, Musik, eine nahe Garage (Werkstatt?)… Beim Versuch, das Fenster zu schließen, müssen wir feststellen, dass es gar keines gibt. Jedenfalls nichts, was man hätte schließen können. Im Fensterrahmen befinden sich nur Holzlamellen, weiß gestrichen, sehr hübsch anzusehen. Die Frischluftversorgung für die Nacht ist garantiert! Mein Reisepartner packt wieder mal die Ohropax aus, ich mache die Augen zu, höre abwechselnd Autos vorbeidröhnen, Menschen schwatzen und Pferdehufe klappern und beginne mich nach dem Gesang des Hahnes und des Brotverkäufers in Trinidad zu sehnen…

31. Jänner 2015

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