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Renate Reich

Vocalist I Vocal Coach

“Outstanding feel, interesting arrangement, great vocal sound, and the music is enjoyable and creative.”  | Kari On Press, US

Musik kaufen

So Full Of Life
CD & DVD, ATS records 2018

Home
palmenreich productions, 2016

Devil May Care
CD Jive Music, 2012

Wheels Of Time
palmenreich productions, 2000

Tour Dates

20:00 Uhr

Renate Reich – vocals, Milos Todorovski – accordeon, Mike Scharf – guitar

New textures and structures –  jazzswinglatingroovemelodies and some true stories.

Die Jazzvokalistin und ihren beiden Musikerkollegen nehmen das Publikum mit auf eine klanglich spannende Reise. Mit aufregend schöner Musik und Texten, die sie aus der ganzen Welt zusammengetragen hat, spannt Renate Reich an diesem Abend einen weiten Bogen von Jazz über Pop bis hin zu ihrer frühesten Liebe: dem französischen Chanson. Und sie gibt Einblicke in ihr Leben als Künstlerin auf Reisen: ihre manchmal skurrilen Erlebnisse hat sie in spannende, witzige Geschichten verpackt, aus denen sie ein paar Ausschnitte präsentiert.

Reservierung

20:30

Jazz Jam Session

Opener Set: Renate Reich – vocals, Johannes Thoma – piano, Navid Djawadi – bass

20.00
“Ein guter Song kommt mit ganz wenig aus. Mit Gitarren und Stimmen beispielsweise. Der Rest ist frei erfunden.”
Renate Reich – vocals
Thomas Palme – guitar
Farid Al-Shami – cajon

Special guests:
Milos Todorovski – accordeon
Volker Wadauer – bass
Kayetana Wolf – vocals

Renate Reich, das ist Lebenslust pur, gepaart mit einer packenden Bühnenpräsenz und einer gekonnt geführten Stimme, reich an Nuancen, Gefühl und Ausdruck. Ihre Songs gehen ins Ohr und dürfen dort bleiben. Singer Songwriter meets Jazz and Blues. Fine Acoustic Music gets to its best!

https://www.youtube.com/watch?v=mslTPeGwB0c

Renate Reich zeigt sich stimmlich facettenreich von samtig bis rockig, Thomas Palme an der Gitarre überzeugt als geschmackvoller Begleiter und virtuoser Solist und Farid Al-Shami beweist eindrucksvoll, dass eine Cajon mehr ist als eine Holzkiste, zu der man Flamenco tanzen kann.

20:00

Renate Reich – vocals, Thomas Palme – guitar, Hannes Laszakovits – bass

Konzert & Vernissage

JazzStandards Swing & Latin, soulful and bluesy music.

Die vielseitige Künstlerin präsentiert in der Galerie ihre neuesten Werke.

Jazz Jam Session

Opener Set: Renate Reich – vocals, Thomas Palme – guitar, Markus Gaudriot – piano

Silvestergala

Renate Reich – vocals, Thomas Kramer – guitar, Nikola Stanosevic – piano, Stefan Pista Bartus,- bass, Harald Tanschek – drums

20:00

Renate Reich – vocals
Johannes Thoma – piano
Karl Sayer – bass
Michael Seyfried – drums

Enchanting Live Jazz – Songs, die auf wunderbare Art zu verführen vermögen

Renate Reich, das ist Lebenslust pur, gepaart mit packender Bühnenpräsenz und einer gekonnt geführten Stimme. Getragen von einer hochkarätigen Band, die ihr Können stets songdienlich präsentiert, scheint sie von einer Melodie zur anderen zu schweben.

Über Ihr aktuelles Album “So Full Of Life” (ATS records) schwärmt der Muskjournalist Michael Ternai: “Ein wirklich schönes Stück stilvoller musikalischer Unterhaltung. Sie weiß ihre ausdrucksstarke Stimme eindrucksvoll einzusetzen und versteht es, die Musik mit Gefühl aufzuladen und ihr etwas zutiefst Zauberhaftes zu verleihen”.

Die in Europa und USA ausgebildete Sängerin und Komponistin bewegt sich stilsicher zwischen Singer-Songwriter Tradition, Jazz und Popmusik.

“Kurz gesagt… Ihre Stimme hat eine Seele.” Jörg Konrad, Jazzpodium, D – review 2017

Bands

GROOVE CIRCLE

An acoustic music explosion

Renate Reich  vocals, Thomas Palme guitar,
Farid Al-Shami  cajon

RENATE REICH FIVETETT

Songs, that enchant in wondrous ways

Renate Reich vocals, Thomas Palme guitar, Martin Wöss piano, Stefan Pista Bartus bass, Harald Tanschek drums

“Ein guter Song kommt mit ganz wenig aus. Mit Gitarre und Stimmen beispielsweise. Der Rest ist frei erfunden”.

Singer-Songwriter trifft auf Rock, Pop, Blues & Soul.
Lebenslust pur, gepaart mit packender Bühnenpräsenz, heiße Stimmen, eine groovige Holzkiste und eine virtuose Gitarre. Kaum zu glauben dass hier nur ein Trio am Werken ist. Ihre Songs gehen ins Ohr und dürfen dort bleiben. 

“So Full of Life – Ein wirklich schönes Stück stilvoller musikalischer Unterhaltung.

Sie versteht es, die Musik mit Gefühl aufzuladen und ihr etwas zutiefst Zauberhaftes zu verleihen. Die in Europa und den USA ausgebildete Sängerin und Komponistin bewegt sich stilsicher zwischen Singer-Songwriter Tradition, Jazz und Popmusik.” | Michael Ternai, Mica

Press

“Ihre leicht angeraute sexy Stimme swingt höllisch gut.” | woolf, concerto, AT

“Brilliant performance, pure world-class entertainment. Definitely the best Jazz I’ve seen and heard in many years – A top act to follow! Her new CD Devil May Care is an absolute must-have.” | Michael L. Reiseneder, Paramount Pictures, US

“Ein verführerisch warmer Klang, der einfängt. Reichs drittes Album mit ausschließlich eigenen Kompositionen ist ganz bewusst im Spannungsfeld zwischen Pop, World und Jazz eingebettet und lädt zum Eintauchen in eine wundersame Klangwelt ein.” | Jazzahead Arttourist, DE

“Sie hat hörbar die Geschichte des weiblichen Jazzgesangs verinnerlicht und wirkt in den Interpretationen erfahren, abgeklärt, aber auch interessant gestaltend. Kurz, ihre Stimme hat eine Seele …“ | Jörg Konrad, Jazzpodium, D

“Ein wirklich schönes Stück stilvoller musikalischer Unterhaltung. “So Full Of Life“ ist ein Album geworden, das mit seinen schönen Klängen, zu fesseln vermag. Die Nummern des Renate Reich Fivetetts zünden von der ersten Sekunde an und fordern einfach zum Genießen auf. Ein Stück Musik, an dem mit Sicherheit nicht nur ausgewiesene Jazzliebhaber ihre Freude haben dürften.” | Michael Ternai – Mica, AT

Videos

Media

Renate Reich Fivetett
Renate Reich – vocals, Thomas Palme – guitar, Martin Wöss – piano, Stefan Pista Bartus – bass, Harald Tanschek – drums

Songs, die auf wunderbare Art zu verführen vermögen

Renate Reich, das ist Lebenslust pur, gepaart mit packender Bühnenpräsenz, und einer gekonnt geführten Stimme. Getragen von einer hochkarätigen Band scheint sie von einer Melodie zur anderen zu schweben. Über Ihr aktuelles Album So Full Of Life” schwärmt der Muskjournalist Michael Ternai: “Ein wirklich schönes Stück stilvoller musikalischer Unterhaltung. Die in den USA ausgebildete Sängerin und Komponistin bewegt sich stilsicher zwischen Singer-Songwriter Tradition, Jazz und Popmusik.

Renate Reich Fivetett
Renate Reich – vocals, Thomas Palme – guitar, Martin Wöss – piano, Stefan Pista Bartus – bass, Harald Tanschek – drums

Songs, die auf wunderbare Art zu verführen vermögen

Renate Reich, das ist Lebenslust pur, gepaart mit packender Bühnenpräsenz, und einer gekonnt geführten Stimme. Getragen von einer hochkarätigen Band, die ihr Können stets songdienlich präsentiert, scheint sie von einer Melodie zur anderen zu schweben. Über Ihr aktuelles Album So Full Of Life” schwärmt der Muskjournalist Michael Ternai: “Ein wirklich schönes Stück stilvoller musikalischer Unterhaltung. Sie weiß ihre ausdrucksstarke Stimme eindrucksvoll einzusetzen und versteht es, die Musik mit Gefühl aufzuladen und ihr etwas zutiefst Zauberhaftes zu verleihen.” Die in den USA ausgebildete Sängerin und Komponistin bewegt sich stilsicher zwischen Singer-Songwriter Tradition, Jazz und Popmusik.

“Sie hat hörbar die Geschichte des weiblichen Jazzgesangsverinnerlicht und wirkt in den Interpretationen erfahren, abgeklärt,aber auch interessant gestaltend. Kurz, ihre Stimme hat eine Seele.”  Jazzpodium, D

“Ein verführerisch warmer Klang, der einfängt. Reichs drittes Album mit ausschließlich eigenen Kompositionen ist ganz bewusst im Spannungsfeld zwischen Pop, World und Jazz eingebettet und lädt zum Eintauchen in eine wundersame Klangwelt ein.” | Jazzahead Arttourist, DE

“Sie hat hörbar die Geschichte des weiblichen Jazzgesangs verinnerlicht und wirkt in den Interpretationen erfahren, abgeklärt, aber auch interessant gestaltend. Kurz, ihre Stimme hat eine Seele …“ | Jörg Konrad, Jazzpodium, D

“Ein wirklich schönes Stück stilvoller musikalischer Unterhaltung. “So Full Of Life“ ist ein Album geworden, das mit seinen schönen Klängen, zu fesseln vermag. Die Nummern des Renate Reich Fivetetts zünden von der ersten Sekunde an und fordern einfach zum Genießen auf. Ein Stück Musik, an dem mit Sicherheit nicht nur ausgewiesene Jazzliebhaber ihre Freude haben dürften.” | Michael Ternai – Mica, AT

Biography

Privat
Renate Reich, geboren in Kabul, Afghanistan, lebt und arbeitet in Wien. Sie ist mit ihrem langjährigen musikalischen Wegbegleiter, dem Gitarristen Thomas Palme verheiratet und hat eine Tochter. Sie hat in den USA und in EU Klassischen Gesang, Jazzgesang, IGP-Gesangspädagogik und die Speech Level Singing (SLS) Methode studiert und ist als Sängerin auf der Bühne ( >>>link zu Bandprojekte), im Studio und als professional Vocal Coach in ihrem Studio “Der Stimmraum” tätig. www.derstimmraum.at

Neben der Musik, der ihre Hauptliebe gilt, liebt Renate es, allein in der Weltgeschichte herum zu reisen und auf ihrem Reiseblog unterhaltsame Geschichten zu veröffentlichen. <<www.renatereich.at/reiseblog/

Wenn sie zu Hause ist, greift sie in letzter Zeit immer öfter zu Farbe und Pinsel und malt “Häuserwelten”. Sie hat Kunstkurse besucht und ihre Werke waren bereits in mehreren Ausstellungen zu sehen, unser anderem in den Wiener Ringstrassen-Galerien. <<www.renatereich.at/artwork/

Bio

Bühne
Renate Reich stand mit zahlreichen Größen der Musikszene auf der Bühne (Christian Kolonovits’ VSOP, den Jazzlegenden Richard Österreicher und Hans Salomon, Main Street, Willy Astor, Gunkl,… ), tourte mit verschiedenen Formationen durch Europa und gab Gastspiele in den USA. Sie war jahrelang federführendes Mitglied der a cappella Gruppe “Die Echten” und ist als Jazz- und Pop-Sängerin von “Rich & Famous” bei vielen Events wie z.B. bei der Silvestergala im Hotel Imperial, Wien zu hören.

Auftritte führten sie mehrmals ins Wiener Porgy & Bess, ins ORF Radio Kulturhaus, nach Deutschland, Italien, Frankreich, Spanien, Kroatien, Südafrika und La Reunion. Sie sang in Los Angeles, San Diego und in New York, wo sie im Oktober 2019 mit dem Bassisten George Farmer Aufnahmen für ihr neues Album (“She’s All About The Bass”) machte.

Studio
Renate Reich hat als Sängerin an mehreren Alben mitgewirkt und bisher fünf Soloalben veröffentlicht. Mit dem Gitarristen Thomas Palme produzierte sie als “Palmina Waters” 2000 ihr erstes Album mit eigenen Kompositionen, darauf folgten drei weitere, die im Bereich Jazz und Singer-Songwriter angesiedelt sind. Sie wurden mit dem “Renate Reich Fivetett” eingespielt, mit dem sie auch auf internationalen Jazzbühnen konzertiert.

2000 “Wheels Of Time”  Palmina Waters (palmenreich productions)
2008 “Luftschifferlhupfer” Renate Reich &  Thomas Kramer (palmenreich productions)
2012 “Devil May Care” Renate Reich Fivetett (Jive Music)
2016 “Home” Renate Reich Fivetett (palmenreich productions)
2018 “So Full Of Life” Renate Reich Fivetett (ATS records- CD & DVD)

Vocal Coaching

Vocal Coaching und Gesangsunterricht

In meinem Unterricht verknüpfe ich technische Aspekte des Singens mit musikalischen. Ich versuche, Dich dort abzuholen, wo du gerade stehst und Dich bei Deiner persönlichen Entwicklung ein Stück lang zu begleiten und Dir zu helfen, dein Stimmpotenzial optimal zu nutzen. Ich arbeite sowohl mit Profis als auch mit Hobbysängern oder Anfängern. Ich bin erfahrene Sängerin im Bereich Jazz, Pop, Rock, Blues, Soul, Chanson und gebe meine Erfahrungen gerne weiter. Neu: Online Stunden << link zu Booking [/av_textblock] [/av_one_third][av_one_third min_height='' vertical_alignment='' space='' custom_margin='' margin='0px' row_boxshadow='' row_boxshadow_color='' row_boxshadow_width='10' link='' linktarget='' link_hover='' title_attr='' alt_attr='' padding='0px' highlight='' highlight_size='' border='' border_color='' radius='0px' column_boxshadow='' column_boxshadow_color='' column_boxshadow_width='10' background='bg_color' background_color='' background_gradient_color1='' background_gradient_color2='' background_gradient_direction='vertical' src='' background_position='top left' background_repeat='no-repeat' animation='' mobile_breaking='' mobile_display='' av_uid='av-euq96-5'] [av_textblock size='18' av-medium-font-size='' av-small-font-size='' av-mini-font-size='' font_color='custom' color='#0a0a0a' id='' custom_class='' av_uid='av-k117ma5g-4' admin_preview_bg='']

Speech Level Singing (SLS) und
Mix-Technik (IVTOM)

In den USA von Seth Rigg entwickelt, ist SLS eine funktionale Methode der Stimmbildung, die nach der italienischen Belcanto Gesangstechnik in Verbindung mit Erkenntnissen der Stimmtherapie und Medizin entwickelt wurde. Sie hilft auch denen, die durch schlechten Unterricht oder falsche Praxis Stimmprobleme oder einen Stimmschaden erlitten haben. Mix-Technik ist eine Weiterentwicklung dieser Methode. Weitere Informationen über meine Gesangstechnik und einen Event-Rückblick gibt es auf derstimmraum.at

Ausbildung und
Werdegang

Ich habe die SLS und die Mix Methode in den USA und in Europa studiert und bin Österreichs erfahrenste und am höchsten zertifizierte SLS-Lehrerin und acreddited member of IVTOM. In Wien habe ich die Studien Jazzgesang und Instrumental-Gesangs-Pädagogik (IGP) mit Auszeichnung abgeschlossen und habe mich an zahlreichen Institutionen weitergebildet (Berklee College Of Music, Hochschule für Musik, Graz, Schule des Sprechens, ATT Atem-Tonus-Ton, Schauspiel und Pantomime).

Bookings

Live Musik

Unterrichtsstunde

Buche eine Stunde in meinem Vocal Studio “Der Stimmraum”. Derzeit ist Unterricht nur online – auf Skype oder Zoom möglich.

Schicke mir eine kurze Beschreibung, woran du arbeiten möchtest und was Dich besonders interessiert (z.B. Stimmtechnische Aspekte und Probleme, Repertoire aufbauen, bestimmte Musikstile bzw. Songs erlernen, Chorgesang, Komposition & Songwriting …). Im Online Unterricht arbeiten wir mit Playbacks, und (Noten)material das ich vorab verschicke.

Preise: 1 EH (50 Minuten) – Eur 70.- /Studenten 50.- I 1/2 EH 25 Minuten Eur 40.- /Studenten 30.-Stunden müssen vorab per Banküberweisung oder PayPal bezahlt sein. Eine Buchungsbestätigung bekommst du nach Zahlungseingang per e-mail
Storno: bis 48 Stunden vor dem vereinbarten Termin kostenfrei möglich.

0 + 7 = ?

Concert bookings

Management Red Carpet Stage Service
Martin Grünbeck
+ 43 676 94 27 769  Mail

Record Labels
ATS Records Reinhard Brunner Mail I www.ats-records.de
Jive Music Austria Rens Newland Mail I  www.jivemusic.at
palmenreich productions Thomas Palme  Mail I www.palmenreich.at

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Blog

Prolog

Einmal einen Urlaub ohne (teures) Mietauto machen und ein Land mit den Öffis bereisen – das war die Idee. Mein Mann und ich fanden das prinzipiell gut. Nur die Rechnung haben wir ohne den Wirt gemacht. In der Praxis bekommen es Irland- Reisende mit diversen Widrigkeiten zu tun, die – zumindest für uns Österreicher – durchaus überraschend sind.

Kapitel 1: Der Zug

Frisch vom Kontinent eingeflogen, wollen wir die ersten Nächte lieber im Westen des Landes verbringen, wo an Wochenenden die Übernachtungspreise erschwinglicher sind als in der Metropole Dublin. Dafür nehmen wir einen Zug. Haben wir daheim recherchiert. Der Intercity Dublin – Galway fährt alle zwei Stunden. Naja, nicht gerade ein berauschend dichtes Intervall, aber es geht sich gut aus. In 1,5 Stunden sollte es locker zu schaffen sein, die 15 km vom Flughafen zum Bahnhof mit dem Bus zurückzulegen. Dachten wir. Nicht so in Dublin. Unser Bus zuckelt im dichten Stadtverkehr träge dahin und hat gegen Ende seiner Strecke auch noch gefühlt alle 100m eine Haltestelle.

Etwa eine Minute vor der geplanten Abfahrt unseres Zuges (13:35) fahren wir endlich beim Bahnhof vor – schaffen wir das noch? Kurzentschlossen laufen wir einfach los. Einer Leuchttafel entnehme ich im Vorbeirennen: Galway 13:49. Hey, der fährt ja erst 4 Minuten später als gedacht, das ist ja fantastisch! Wir drucken in erstaunlicher Geschwindigkeit zwei Tickets aus dem Automaten, passieren die Kontroll-Sperre, müssen dort aber wieder raus, weil unser Ziel-Gleis, Nummer 7 wie sich herausstellt, am ganz anderen Ende des Bahnhofes liegt. Wir winken und wedeln mit unseren Tickets und ein uniformierter Mensch läßt uns gnädigerweise in die entgegengesetzte Richtung wieder durch.

Wir spurten Richtung Gleis sieben. Am anderen Ende. Ein paar Menschen kommen uns entgegen. Viele Menschen dann. Menschenmengen nun. Sie strömen aus einem Zug, der soeben angekommen ist: Der Intercity aus Galway. Arrival 13:49. Hier sieht man es groß auf der Anzeigetafel. Shit. Das war wohl nix. Dann nehmen wir eben den nächsten – tja, was sind schon zwei Stunden!? Man muß es positiv sehen. Essen ausfassen ist angesagt, wir sind ohnehin sehr hungrig.

Unsere erste Bekanntschaft mit irischem Pubessen ist jedoch nur mäßig erfreulich. Wir teilen uns um sauteures Geld eine Portion matschiges Kartoffelpüree mit zwei trockenen Truthahnscheiben und totgekochtem Gemüse (der Farbe nach zu urteilen waren es im früheren Leben wahrscheinlich einmal Karotten), das Ganze schön salzarm (soll ja gesund sein). Zu unserem Glück gibt es neben Servietten, Salz, Pfeffer und Zucker aber auch noch Saucen: Senf, Ketchup, Mayo und diverse Flüssigkeiten in allen Variationen, Farben und Formen, in Gefäßen oder abgepackt in kleine Röllchen, in Hülle und Fülle: die Sauce – Lichtblick des irischen Essens, Würze seines fahlen Lebens. Das wird man sich merken müssen.

Den Rest der zwei Stunden Wartezeit verbringen wir den Bahnhof umrundend (man muß sich ja mal bewegen), was mit dem ganzen Gepäck jedoch nicht wirklich optimal ist. Also landen wir bald wieder in einem Pub, bzw. davor, denn die Oktobersonne scheint herrlich warm. Wir klopfen ein Glas Guinness auf seine Genießbarkeit ab und finden es schon mal wesentlich besser als das Essen vorhin. Ist in dem Fall keine große Kunst. Aber ja, doch, laß es ein bißchen einwirken – es ist wirklich gut, ein wenig schokoladig! Diverse Getränke munden jedenfalls dort, wo sie hergestellt werden. Allerdings nur dort. Zu Hause ist das wieder was ganz Anderes. Man denke an die eine oder andere aus dem Urlaub mitgebrachte Flasche Retsina oder Ouzo, der daheim einfach nur grauslich schmeckt.

So ein irisches Pub ist wohl auch nur in diesem Land besonders schön und stimmig. Es hat jedenfalls ein ganz eigenes Flair, angefangen beim Interieur mit den dunklen Wandfarben und den zahlreichen Zapfhähnen, Spiegeln, Tafeln und Werbeschildern bis hin zu seinem dem Publikum, dem lebendigen Interieur. Skurile Gestalten, sonderbar bisweilen. Wunderbar zum einfach Dasitzen und Beobachten. Wir haben ja gerade Zeit dafür.

Als wir die Bahnhofshalle wieder betreten, schweigt sich die große Anzeigetafel aus: sie zeigt zwar genaue Abfahrtszeit und Destination, aber von welchem Gleis unser Zug abfahren wird, bleibt bis etwa fünf Minuten davor Geheimnis der irischen Bahn. Rund um uns stehen und starren etwa weitere 100 Leute auf die Leuchttafel, und als endlich eine Nummer neben “Galway” aufleuchtet, starten alle los wie beim Vienna City Marathon, allerdings mit Koffern und Taschen und größtenteils ohne Laufschuhe.

Wir ziehen mit dem bepackten Menschenstrom zu den Wagen, die sich nun rasch und zügig füllen. Viel Zeit bleibt ja nicht mehr bis zur Abfahrt. Und wir haben Glück: wir ergattern zwei schöne Plätze am Fenster und lassen uns erleichtert nieder. Geschafft. Für einen kurzen Augenlick jedenfalls. Auf kleinen Leutschildchen neben dem Fenster ist bei uns “O’Neil” und “McCormick” zu lesen. Oder so ähnlich. Jedenfalls sind damit sicher nicht wir gemeint, denn wir haben keine Sitzplatzreservierung, nur ein Ticket aus dem Automaten. Doch Namen stehen überall, jeder einzelne Platz hier ist vorreserviert. Wieso bitte sagt uns das niemand? Auch das blöde Internet in Wien nicht?!

Frustriert verlassen wir die Sitze, die kurz darauf schon von ihren rechtmäßigen Besitzern eingenommen werden und suchen uns einen Steh- beziehungsweise AufdemKoffersitzplatz. Meiner trägt mich (sagt man das so, wenn man drauf sitzt?) ganz gut, der meines Mannes dellt sich leider nach kurzer Zeit erheblich ein. Zum Glück gibt es ja einen Boden, auf dem man sitzen kann. Wir hoffen darauf, dass zwei Menschen möglichst bald aussteigen und uns beerben würden, und so kommt es dann auch.

Etwa auf halber Strecke bleibt der Zug stehen. Steht. Und bleibt es auch. Dann eine Durchsage: leider verzögert sich unsere Weiterfahrt, da die Schienen überflutet sind. Auch das noch. Ja, stimmt, es regnet. Aber es scheint auch die Sonne. Ein wirklich prächtiger Regenbogen spannt sich auf einem schwarzgrauen Himmel auf, in dessen Betrachtung wir ein Weilchen versinken. Wie die Überflutung beseitigt werden konnte bzw. warum wir problemlos nach etwa 10 Minuten weiter fahren können, entzieht sich meiner Kenntnis und wird auch nicht erklärt.

Unsere Fahrt nach Galway brachte es schließlich auf drei Stunden und 15 Minuten. Wir hatten also eine dreiviertel Stunde länger als geplant das Vergnügen, die irische Bahn nutzen zu dürfen. Welch Freude. Als wir unsere Unterkunft erreichen (ich akzeptiere heute kein anderes Verkehrsmittel mehr, außer ein Taxi!), sind wir von unserer Haustüre daheim insgesamt 10 Stunden unterwegs. Welcome to the West. Ich fühle mich angekommen. Am Ende der Welt.

Nach einer kleinen Ruhepause im Hotel fahre ich mit einem Gratis Bus Shuttle (guter Service 🙂 ins Zentrum des abendlichen Geschehens: zur Fontana di Trevi. Ein Eisbär-Gehege in einem großen Zoo sieht auch nicht anders aus. Okay, …die großen steinernen Statuen (wohlgeformte Körper in anmutigen Posen im Hintergrund) sind schon etwas Besonderes. Dem Eisbär warat’s wurscht. So wie die Menschenmassen davor. Und die vielen Münzen, die ins Wasser geworfen werden. Alljährlich fischt die Stadt Rom angeblich Metall im Wert von 1,4 Millionen Euro aus dem Brunnen. (Sich selbst zu bedienen ist übrigens strengstens verboten!!). Eisbär gibt es jedenfalls keinen – dem wäre es ohnehin zu warm hier.

Ich setze mich an meinem ersten Rom-Abend Ende Dezember lieber ein wenig abseits vom Geschehen in ein Restaurant in einer unscheinbaren Nebengasse. An der Frischluft verzehre ich das beste Saltimbocca meines Lebens: hauchdünn, in Begleitung eines Gedichts von Sauce mit Salbei und Schinken, dazu gedämpfter Chichoree-Spinat. Das kann schon was. Ich bin glücklich, dass ich ein typisches – und äußerst gutes – Lokal gefunden habe. Meine Intuition leitet mich da oft richtig.

Als ich die Rechnung verlange, gibt es ein Problem mit der Kartenzahlung. Ich habe mich vorab natürlich erkundigt: “si, si, certo, Karte nehmen wir.” Nun? Wo ist der nächste Geldautomat? “Kein Problem, geht schon, nur ein paar Minuten Signorina…” Ich bestelle einen, nein eine (!) Grappa, zur Verkürzung der Wartezeit und Ankurbelung der Verdauung. Nach etwa 15 Minuten kommt der Kellner, die elektronische Zahlung funktioniert wieder. Der/die Grappa geht leider nicht auf’s Haus wie erhofft und schlägt mit weiteren 6.- Euro zu Buche. Saftig. Ich frage mich, ob diese Wartezeit beabsichtlgt war…

Den Heimweg trete ich zu Fuß an, ein nächtlicher Spaziergang über einen Hügel tut gut. Es ist noch immer lauschig warm (für Ende Dezember). Am nächsten Morgen packe ich meine Siebensachen und frühstücke lieber gleich im Hotel: ein Cappucino und ein Cornetto – das gibt es sogar gratis. Ich habe beschlossen, eine Sightseeing Tour im Doppeldecker Bus zu machen und dann den Menschenmassen zu entweichen und ans Meer zu fahren. Dort habe ich zwei Nächte in einem Airbbnb Appartement gebucht, mit Meerblick -Terrasse.

Die Bus-Tour ist interessant und informativ (ich mache das in jeder Stadt gern, um mir einen Überblick zu verschaffen). Hier gibt es neben den zahlreichen Prunkbauten, Kathedralen und Kirchen noch so viele alte Steinhaufen – Mauerreste, Säulen, Plätze, Theater und Aquädukte,… dass ich mich schlicht überfordert fühle. Am Ufer des Tiber steige ich aus und gönne mir eine Pause.

Ich überquere eine kleine Brücke. Diese führt zur Engelsburg, einem imposanten Gebäude, das auf den römischen Kaiser Hadrian zurückgeht und im Mittelalter zu einer Festung ausgebaut wurde. Mit den beiderseits seitlich aufgestellten Statuen erinnert mich die Brücke ein wenig an die Karlsbrücke in Prag. Dort gibt es allerdings keine “Legionäre”. (Ein Mann in Römischer Kampfkleidung, inklusive Helm treibt sich drauf herum… Instagram Fotomodell?).

Daneben wieder das Übliche: schwarze Menschen, die rotierende Spielzeugautos, Monster, Taschen, Ketten und Sonnenbrillen zum Verkauf anbieten, natürlich mit dazugehöriger elektronischer Geräuschkulisse. Aus einem Kiosk am anderen Ufer dröhnen lautstark Abba Hits. Sie verschmelzen unelegant mit den Elektronik-Spielzeug-Sounds und einem sehr penetranten Dudelsack, der selbstbewußt vor der Burg positioniert seinerzeit wahrscheinlich die schlimmsten Feinde zu verjagen imstande gewesen wäre. Im Hintergrund erhebt sich mächtig der Petersdom. Schon schön, doch dieser Akustikmüll ist eine echte Zumutung!! (Wo ist bitte ist hier die “Mute” Taste??) Schließlich finde ich Zuflucht und ein wenig Ruhe in einem kleinen Park an der Burg-Hinterseite, wo ich mich über strahlend blauen Himmel, saftig grüne Pinien und spielende Kinderstimmen freuen kann.

Am Rückweg entdecke ich einen frischen Legionär auf der Brücke Dieser trägt knall-orangene Sneaker. Bitte das geht gar nicht! Aber auf den Fotos ist das wahrscheinlich eh nicht zu sehen. (Auf Instagram sind die Menschen ohnehin immer beschnitten.)

Dann spaziere ich in Richtung Piazza Navona und tauche (endlich) in ein für mich authentisches, sehr charmantes Rom ein, mit Antiquitäten-Läden, Osterias und schlichten Pasta-Lokalen. Ich finde eine Bar, wo ich für ein riesiges, leckeres Tramezzino mit Gamberetti & Rucola nur Eur 2,50 zahle. Natürlich einen Cappucino (um Eur 1,50.-) dazu. Oh yeah. La Vita e bella. Das Leben ist schön. Man muß nur wissen wo.

Im Nachhinein weiß man immer alles besser. Aber geplant wird im Vorhinein. Für mich persönlich bedeutet das: schöne Sachen (also Reisen :-)) unternehmen, auf die man:frau sich freuen kann, vor allem nach einer besonders anstrengenden Zeit.

Um es kurz zu machen, ich hatte eine Auszeit dringend nötig, da mich die letzten Monate mit meiner hochbetagten Mutter und diverse damit verbundene Aktionen den letzten Nerv gekostet haben. Am 24.12. noch mal schön Weihnachten mit Familie (inkl. Oma) unterm Baum feiern und dann nichts wie weg. Und zwar ganz alleine! Gedacht, getan.

Das Zugticket (one way) nach Rom war nicht sonderlich teuer, ich erstand es nach einer spontanen Eingebung am Abend des 21. Dezember, natürlich online. Heutzutage geht das ja mit nur einem Klick – schon ist dein Schicksal besiegelt, bzw. deine Zukunft ein Stück weit vorausgeplant.

Wegen der Rückfahrt wollte ich mir alle Optionen noch offen halten. Wer weiß, wie das Wetter wird, wie lange es mir Spaß macht, in der ewigen Stadt herumzustapfen, es gibt ja so viel zu sehen…hmmm… eventuell sogar dort Silvester feiern, ja warum denn nicht? Obwohl, ein Konzert am 30.12. wäre in Wien zu singen, da sollte ich schon wieder zu Hause sein, außer… naja. Also, zur Sicherheit nur die Hinfahrt buchen, im Liegewagen, ÖBB Nightjet: einmal schlafen und “bling” – schon bin ich in Rom. Wie Weihnachten ist das.

Der erste Cappucino am Bahnhof schmeckt göttlich. Vor allem, wenn man bedenkt, dass ich pandemiebedingt nun schon zwei Jahre auf Italien-Entzug bin. (Wahnsinn.) Das Hotel ist fußläufig erreichbar (so war das ja klugerweise geplant). Ich laufe an den ausgedehnten Diokletian Thermen vorbei (was ist das denn für ein Riesen-Ziegel-Haufen?? – sicher was Wichtiges) und stehe nach 15 Minuten an der Rezeption. Es ist 9:30, ich bin ziemlich übernachtig von der Zugfahrt (böse Zungen würden jetzt behaupten, ich hätte ja auch einen “Liegewagen” und keinen “Schlafwagen” gebucht – den gab es leider nimmer!).

“Herzlich Willkommen! Unser check in beginnt um 15:00 :-)” Oida! Sie können aber sehr gerne Ihr Gepäck schon mal da lassen. Und an der Bar einen Kaffee trinken. Oder wenn Sie möchten: ein “early check in” wäre auch möglich, ab 11:00 kostet zzgl. Eur 28.- Grins.”

Kurze Überlegung, schnelle Kapitulation: ich bin saumüde und will dieses kuschelige Hotelbett JETZT, SOFORT! Oder halt möglichst bald. Ich trinke einen Kaffee und oh, Wunder, das Bett ist nach ca. 10 Minuten schon fertig.

Ich schlafe eine Weile süß und nehme danach die Stadt in Angriff. Eigentlich will ich nur in so eine kleine Bar, für meinen Cappucino No.3 und ein kleines Tramezzino. Nicht so leicht zu finden, dafür gibt es jede Menge Restaurants, Pizzerien, Fast Food Lokale, Osterias. Ich bleibe hartnäckig. Das Kollosseum taucht vor mir auf. Ich weiß, in welche Richtung ich gehen muß. Bis zum Petersdom ist es zwar noch ein Stück, aber der Platz hier vor dem Amphitheater ist schon voll “urbi et orbi” also voll “ur und oag”. So viele Menschen tummeln sich da, es “wurlt” in alle Richtungen und es ist laut. “Wollen Sie eine Privat Tour buchen? Heute ist das Ticket Office geschlossen! Ich biete Ihnen…” Nein, danke.

Das akustisch Wertvollste hier stellt für mich ein junger Mann mit seiner Gitarre dar (natürlich auch der verstärkt), den man aber erst jetzt hört, wo der Schlager-Karaoke-Playback-Sänger mit seiner Turbo Anlage eine Pause macht. Dazwischen wui wui, knarrz, knarrz, tok, tok tok… Spielzeug Elektro Autos, die leuchten und sich drehen, diverse batteriebetriebene Plastikmonster, die zum Verkauf angeboten werden, Sonnenbrillen, Halstücher, Schmuck, Handtaschen und Vieles mehr – allesamt feilgeboten von kohlrabenschwarzen Menschen, die perfekt englisch oder französisch sprechen. In der Ferne quäkt ein Dudelsack. Auch das (gibt es) noch.

Doch die Sonne scheint an diesem 26. Dezember und es hat herrliche 17 Grad. Ich schreite ungeachtet dieser zahlreichen Verlockungen voran und finde sogar einen freien Platz auf einer Lokalterrasse, wo ich mich niederlassen und ein Glas Prosecco im Freien genießen kann. Molto bene. Preis: Euro 6.- Na servas.

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